Bilanz 2015 Stromriese EnBW macht Gewinn - dank Aktienverkäufen

Die Energieriesen RWE und E.on machten im vergangenen Jahr Verluste. Beim Konkurrenten EnBW sehen die Zahlen deutlich besser aus. Doch der Gewinn hat nur bedingt mit Strom zu tun.

Logo des Energieversorgers EnBW
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Wenn ein großer Stromkonzern in diesen Tagen Gewinn macht, ist das schon fast eine Nachricht an sich. Doch bei EnBW Chart zeigen sieht die Lage nur auf den ersten Blick besser aus als bei den Konkurrenten: Der Konzern hat im vergangenen Jahr ein Gewinnplus verzeichnet. Das lag jedoch vor allem an Aktienverkäufen.

Insgesamt erzielte EnBW nach eigenen Angaben einen Gewinn von fast 125 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte es noch ein Minus von knapp 466 Millionen Euro gegeben. Der EnBW-Umsatz stieg 2015 leicht auf 21,2 Milliarden Euro, nach 21,0 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Hauptversammlung soll eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie vorgeschlagen werden.

Im Grundsatz plagen EnBW die gleichen Probleme wie die Wettbewerber E.on und RWE, die im vergangenen Jahr hohe Verluste einfuhren. Fallende Großhandelspreise für Strom und Abschreibungen auf den Kraftwerkspark belasteten das Ergebnis. Dazu kamen Rückstellungen von insgesamt einer Milliarde Euro.

Für 2016 rechnet Konzernchef Frank Mastiaux weiter mit schwierigen Geschäften. Der Umbau des Unternehmens weg von Atom- und Kohlestrom hin zu Windenergie und Gas soll fortgesetzt werden.

sep/dpa



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karl-felix 21.03.2016
1. Das
selbst geschaffene Problem der Überkapazitäten lässt nur eine Lösung sinnvoll erscheinen : Möglichst schnell möglichst viele Kohlekraftwerke stilllegen . Verluste begrenzen und gleichzeitig die Umwelt schützen . Nur so werden die übrigen Kraftwerke besser ausgelastet und wieder rentabel und die Grosshandels- und Börsenstrompreise steigen .
Flari 21.03.2016
2.
Zitat von karl-felixselbst geschaffene Problem der Überkapazitäten lässt nur eine Lösung sinnvoll erscheinen : Möglichst schnell möglichst viele Kohlekraftwerke stilllegen . Verluste begrenzen und gleichzeitig die Umwelt schützen . Nur so werden die übrigen Kraftwerke besser ausgelastet und wieder rentabel und die Grosshandels- und Börsenstrompreise steigen .
Lt. Wiki ist es den Betreibern aktuell durch die BNetzA untersagt, 5,4GW Steinkohlekraftwerke stillzulegen, wie es diese beantragt haben. Übrigens auch 6,4GW Gaskraftwerke und ~1,3GW Öl-Kraftwerke. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Kraftwerke
knuty 21.03.2016
3.
Zitat von FlariLt. Wiki ist es den Betreibern aktuell durch die BNetzA untersagt, 5,4GW Steinkohlekraftwerke stillzulegen, wie es diese beantragt haben. Übrigens auch 6,4GW Gaskraftwerke und ~1,3GW Öl-Kraftwerke. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Kraftwerke
Ich kann mich irren, aber ich komme nur auf insgesamt 1,83 GW systemrelevanter KW-Kapazitäten. Sie wissen, dass die Anträge immer nur für zwei Jahre abgelehnt werden und dann neu gestellt werden müssen? Ein Teil der KW wird deshalb sowohl 2013 als auch 2015 gelistet, sind aber identisch.
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