Erst Nuss-Affäre, jetzt Schmuggelverdacht Zoll ermittelt gegen Korean-Air-Familie

Seine Tochter wurde nach einem Wutanfall im Flugzeug berühmt. Nun ermittelt die Zollbehörde gegen die Familie des Airline-Chefs Cho Yang Ho - wegen Schmuggels von Luxuswaren.

Korean-Air-Chef Cho Yang Ho (Archivbild)
REUTERS

Korean-Air-Chef Cho Yang Ho (Archivbild)


Die Familie des Chefs der Fluglinie Korean Air kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Eine Firmensprecherin bestätigte am Dienstag Berichte südkoreanischer Medien, wonach Ermittler der Zollbehörde in den vergangenen Tagen die Zentrale und weitere Büros des Unternehmens durchsucht hätten.

Die Familie von Cho Yang Ho stehe im Verdacht, Luxuswaren ins Land geschmuggelt zu haben. Korean Air kooperiere mit den Behörden. "Wir werden nach den Untersuchungen unsere Position öffentlich machen", sagte die Sprecherin. Der Familie gehören auch 10 Prozent der Anteile an der Fluggesellschaft.

Erst am Sonntag hatte sich Cho für das Verhalten seiner jüngsten Tochter Cho Hyun Min entschuldigen müssen, weil sie während eines Geschäftstreffens dem Manager einer Werbefirma Wasser ins Gesicht geschüttet haben soll. Cho kündigte an, sowohl Hyun Min als auch ihre ältere Schwester Cho Hyun Ah würden von ihren Managerposten zurücktreten.

Die ältere Schwester hatte vor etwa drei Jahren mit einem Wutanfall in einem Flugzeug der Linie für einen Skandal gesorgt. Nach längerer Abwesenheit wegen der sogenannten Nuss-Affäre war sie in eine leitende Position beim Hanjin-Konzern zurückgekehrt, zu dem auch Korean Air gehört.

Cho Hyun Ah war im Dezember 2014 in einer Passagiermaschine in Rage geraten, als ihr eine Flugbegleiterin Nüsse in einer Tüte und nicht in einer Schale reichte. Als Folge eines Streits wurde das Flugzeug von der Startbahn auf einem Flughafen in New York wieder zum Gate gezogen.

Cho wurde im Februar 2015 wegen Gefährdung der Luftfahrtsicherheit zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. In einem Berufungsprozess erhielt sie später eine Bewährungsstrafe.

ans/dpa



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frenchie3 24.04.2018
1. Tja, Familie
Die wird man nicht, wie schlechte Freunde, einfach los. Was für eine Belastung in einer Gesellschaft wo Gesicht wahren alles ist
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