Syrien Trump-Drohung belastet die Börsen

Anleger reagieren auf den sich zuspitzenden Konflikt in und um Syrien vorsichtig. Weltweit drehen die Börsen ins Minus. Als sicher geltende Anlageformen legen dagegen zu.

Donald Trump
AFP

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Mit der Androhung eines Militärschlags in Syrien hat US-Präsident Donald Trump die Börsen auf Talfahrt geschickt. Der Dow Jones fiel im frühen Handel um rund 0,8 Prozent auf 24.294 Punkte und gab damit einen Teil der Gewinne vom Dienstag wieder ab. Der S&P500 verlor 0,4 Prozent. Der Nasdaq-Composite 0,2 Prozent.

Nach der mutmaßlichen Giftgasattacke in Syrien warnte Trump Russland vor einem unmittelbar bevorstehenden Raketenangriff. "Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach dich bereit, Russland, denn sie werden kommen (...)", twitterte der US-Präsident.

"Die Anleger fürchten, dass das in einen größeren militärischen Konflikt mündet", sagte ein Händler. Derweil blieben die jüngsten Inflationsdaten für März ohne große Auswirkung. Die Kernrate stieg wie erwartet, was die Zinserhöhungspläne der US-Notenbank stützt.

Dax gibt nach - Ölpreis steigt

In Deutschland weitete der Leitindex Dax seine Verluste aus und büßte am Nachmittag 0,8 Prozent ein. Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen notiert sind, verlor ebenfalls 0,8 Prozent. Der Technologieindex TecDax drehte in die Verlustzone und gab 0,3 Prozent nach. Auch europaweit rutschten die Kurse stärker ab: Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,7 Prozent nach unten.

Die Ölpreise haben ihre Gewinne dagegen ausgebaut. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus der Nordsee kostete am frühen Nachmittag 71,97 Dollar und stieg damit auf den höchsten Stand seit Ende 2014.

Auch der Goldpreis stieg nach den Drohungen Trumps. Am frühen Nachmittag kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 1351,54 US-Dollar. Das sind 0,9 Prozent mehr als am Vortag und der höchste Stand seit dem 27. März. Auch die ebenfalls als sicher geltenden Staatsanleihen verbuchten am Nachmittag Kursgewinne.

brt/dpa/Reuters

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