Telekom-Tochter T-Systems will 10.000 Stellen streichen

Die Telekom-Tochter T-Systems steckt seit Längerem in der Krise. Nun soll massenhaft Personal abgebaut werden. Die Gewerkschaft Ver.di kündigt Widerstand an.

T-Systems-Zentrale
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Die seit Langem schwächelnde Telekom-Tochter T-Systems will im Zuge ihrer Neuaufstellung offenbar Tausende Stellen streichen. Die Großkundensparte will weltweit in den nächsten drei Jahren rund 10.000 Arbeitsplätze abbauen, 6000 davon in Deutschland, wie das "Handelsblatt" berichtete. Von den derzeit 230 Niederlassungen in Deutschland sollen wahrscheinlich 20 erhalten bleiben. Die Gewerkschaft Ver.di kündigte Widerstand an.

"Das Abbauprogramm wird teuer, auch weil wir es so sozialverträglich wie möglich gestalten wollen, aber diese Investition wird sich lohnen", sagte der neue T-Systems-Chef Adel Al-Saleh der Zeitung. Al-Saleh stellt T-Systems gerade neu auf und will das Unternehmen wieder profitabel machen. Gerade das eher konventionelle Outsourcing-Geschäft bereitet Probleme.

Al-Saleh hatte zu Jahresbeginn das Amt an der Spitze von T-Systems übernommen. "Die Kostenstrukturen bei T-Systems sind eine Herausforderung", hatte er in einem Interview gesagt. T-Systems setzte in der Vergangenheit stark auf das klassische IT-Outsourcing-Geschäft. Doch viele Unternehmen vergeben hier nur noch kleine Aufträge, die Margen sinken, viele setzen zudem auf die Cloud.

T-Systems bietet IT-Lösungen für verschiedene Branchen an. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf das Großkundengeschäft mit multinationalen Unternehmen. Das Unternehmen hatte zuletzt rund 37.000 Mitarbeiter, 18.000 davon in Deutschland.

hej/dpa-AFX/Reuters



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