Camel-Konzern Reynolds Tabakkonzern verbietet Mitarbeitern das Rauchen

Reynolds ist der zweitgrößte Tabakkonzern der USA - doch im eigenen Gebäude mögen die Manager keinen Qualm: Rauchende Mitarbeiter werden verbannt.

Raucher: Richtlinien mit den Realitäten in der Gesellschaft abgeglichen
DPA

Raucher: Richtlinien mit den Realitäten in der Gesellschaft abgeglichen


Hamburg - Das Management von Reynolds, dem zweitgrößten Tabakkonzern der USA, verbietet das Rauchen. Mit Beginn des kommenden Jahres dürfen in Büros, Konferenzräumen, Fluren und Aufzügen keine Zigaretten mehr angezündet werden, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Rundschreiben des Camel-Herstellers. Auch die Flure der Fabrikhallen, Cafeterias und Fitness-Räume sind von dem Verbot erfasst. Es gilt natürlich auch für Zigarren und Pfeifen. Elektrische Nikotinverdampfer sollen hingegen weiterhin zulässig sein.

"Wir sind überzeugt, dass es die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit ist, um die Bedürfnisse der Nichtraucher besser zu berücksichtigen", sagte Unternehmenssprecher David Howard. Die Erkenntnis sei gereift, nachdem man die internen Richtlinien zur Nutzung von Tabak mit den Realitäten in der Gesellschaft abgeglichen habe.

Der Anteil der Raucher unter den rund 5200 Reynolds-Mitarbeitern ist ähnlich hoch wie in der gesamten US-Bevölkerung. Nach Angaben der staatlichen Gesundheitsbehörde rauchen in den USA etwa 18 Prozent der Erwachsenen.

Die Altria Gruppe, der der größte US-Tabakkonzern Philip Morris und deren wichtigste Marke Malboro gehört, verbietet das Rauchen bereits seit einiger Zeit - allerdings beschränkt sich der Ukas auf die Fabrikhallen, Flure und Aufzüge. Büros seien davon ausgenommen, sofern keiner der darin arbeitenden Mitarbeiter Einspruch erhebe, sagte ein Sprecher. Philip Morris habe aber in den Bereichen, in denen Konferenz- und andere Aufenthaltsräume lägen, Raucherecken ausgewiesen.

mik/AP



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 66 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
vierzig 23.10.2014
1. ?
Was soll dieser Artikel? Ein weiterer Meilenstein im Raucher-Bashing? Bei Firma XY wäre es Ihnen nicht eine Zeile Wert. Warum auch? Hier setzt Reynolds nur das um, was vom Gesetzgeber gefordert wird und in der Gesellschaft unter Nichtraucherschutz verlangt wird. Dieses befürworten sogar Raucher! Warum muss eine Gesellschaftsgruppe eigentlich immer eine andere diskreditieren?
er nu wieder 23.10.2014
2.
So what? Was ist daran nun besonders? Bei Jonny Walker wird ja vermutlich auch das saufen verboten sein.
humptata 23.10.2014
3. Das hat was.
Das hat wirklich was. Ich bin nur froh, dass es mir vor nunmehr 16 Jahren gelungen ist, die erste Zigarette nicht zu rauchen - ich wäre heute entweder tot oder im Knast...
Hamberliner 23.10.2014
4. Na, und?
Na, und? Wir Raucher alimentieren mit horrenden Tabaksteuern den Staat und die Nichtraucher, trotzdem lässt uns der Staat nicht überall rauchen. Das ist doch ein alter Hut. Und es ist doch egal ob in den Gebäuden eines Tabakbetriebes oder anderswo völlig korrekt, wenn nur in solchen geschlossenen Räumen geraucht wird, die von Nichtrauchern gemieden werden können. Das beachtet man als Raucher auch ohne Verbot. Im übrigen ist der Link zur anderen Diskussion zum gleichen Thema kaputt, und zwar in Der Morgen Live (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dermorgen-spiegelonline-echtzeit-nachrichten-am-23-oktober-2014-a-997580.html) und auch in der Diskussionsübersicht (http://www.spiegel.de/forum/) (ca. 8:00 Uhr) der Link auf die Diskussion (http://www.spiegel.de/forum/politik/+++-dermorgen-live-+++-tabakkonzern-verbietet-mitarbeitern-das-rauchen-thread-174350-1.html).
mensch0817 23.10.2014
5. so oder so
...aber im Rahmen von sog. Investitionsschutzabkommen gegen Länder vorgehen, die mehr zum Schutz von Nichtrauchern und zur Eindämmung des Rauchens tun. Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, dass solche Abkommen in der derzeit vorherrschenden Form Unfug sind, dann diesen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.