Japanischer Pannenkonzern Tepco schreibt Namen des Regierungschefs falsch

Für den japanischen Energiekonzern Tepco läuft es nicht rund. Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima kämpft mit immer neuen Pannen im Umgang mit der havarierten Anlage. Nun verpasste der Konzern dem Ministerpräsidenten Abe auch noch einen falschen Namen - und entschuldigte sich anschließend.

Regierungschef Abe (roter Helm) in Fukushima: Peinliche Panne
DPA

Regierungschef Abe (roter Helm) in Fukushima: Peinliche Panne


Tokio - Es war ein vielbeachteter Besuch, den Shinzo Abe am Donnerstag der Atomanlage Fukushima abstattete: Der japanische Regierungschef wies die Betreiberfirma Tepco an, endlich den Austritt von radioaktiv verseuchtem Wasser einzudämmen, und verlangte die endgültige Stilllegung der beiden letzten intakten Reaktoren.

Und als wären das nicht genug Hiobsbotschaften für Tepco, sorgte der Konzern selbst gleich für die nächste Panne: Auf einem Spezialanzug, den das Unternehmen für Abe bereitgestellt hatte, stand der Name des Ministerpräsidenten - der aber leider falsch geschrieben war.

Die ersten drei der vier Zeichen von Abes Namen waren korrekt, das letzte Zeichen jedoch hatte zwar den gleichen Klang, aber eine andere Bedeutung. Ein Tepco-Sprecher bat den Regierungschef am Freitag vielmals um Verzeihung für das Versehen.

Im Internet wurde der Schnitzer vielfach hämisch kommentiert: "Nicht mal das kriegen sie auf die Reihe", schrieb ein Nutzer im Kurznachrichtendienst Twitter.

Fotostrecke

5  Bilder
Fukushima: Verseuchtes Regenwasser ins Meer

stk/AFP



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
studiumgenerale 20.09.2013
1. Ist es Wert?
Spannender Beitrag! Weltbewegendes Ereignis vom Feinsten...
Wichlinghauser 20.09.2013
2. Da kann man mal sehen ...
wie stark die schon verstrahlt sind. Einfachste Tätigkeiten, wie das Schreiben eines Namens werden zur Herausforderung. Der Lochfraß im Hirn schreitet fort.
NuclearSavety 20.09.2013
3. Nächste Kathastrophe!!!!
Tepco Mitarbeiter lässt Marmeladenbrot fallen. Und der Pannenkonzern schaft es nicht einmal dass das Brot auf die Brotseite fällt, sondern auf die Marmeladenseite! ....... Jetzt mal ohne Schmuh, langsam nimmt das TEPCO-bashing doch absurde Züge an. Auf dem Kraftwerksgelände gibt es große Fortschritte zur Sicherung der Kraftwerke, jedoch welche insbesondere in den deutschen Medien komplett ignoriert wird. Nur jede noch so kleine Lapalie wird als grosse Kathastrophe hochstilisiert, nur um zu zeigen wie blöd die TEPCO doch ist. Und üblicherweise wird TEPCO um so abfälliger angesehen, je weniger der entsprechende Kommentator über Kerntechnik im allgemeinen und Fukushima im speziellen weis.
kumi-ori 20.09.2013
4. Ich wusste schon immer: dieser Mann versteht was vom Thema.
"Der japanische Regierungschef wies die Betreiberfirma Tepco an, endlich den Austritt von radioaktiv verseuchtem Wasser einzudämmen, ". Genial! Wie ist er nur auf diese Idee gekommen? Da sieht man mal, ein Heer von Wissenschaftlern und Ingenieuren eiert seit bald drei Jahren in dieser Frage rum, und Abe präsentiert die einzig richtige Lösung. Einfach so. Fast wie James Bond. Übrigens, das mit dem Namen sind doch Kinkerlitzchen. Für gleichklingende Namen gibt es oft Hunderte von Schreibweisen. Und bei den "Vornamen", die in Japan hinten angestellt werden, lassen die stolzen Eltern gern ungebremst ihren Intellekt krachen und verwenden irgendwelche chinesische Zeichen, die seit Jahrhunderten nicht mehr in Gebrauch sind. Mir ist vieles an Tepco ein Rätsel, aber wie man den Abe schreibt, der ohnehin eine Knallkröte ist, ist doch jetzt wirklich egal.
smst0123 20.09.2013
5. Das ist Ihnen eine Meldung wert?
Krass, welch Belanglosigkeiten heutzutage eine Schlagzeile produzieren! Wenn es sich nur (auch ungerechtfertigterweise) in die Näher eines SKANDALS oder der Bundestagswahl rücken läßt! Mittlerweile ist es ein echter Skandal mit den ganzen Skandalen! Ein Artikel muss her!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.