Terrorserie in Paris Anschläge belasten Wirtschaftswachstum in Frankreich

Die verheerenden Terrorattacken in Frankreich haben auch Konsequenzen für die Wirtschaft des Landes: Das Bruttoinlandsprodukt werde deutlich weniger steigen als erwartet. Doch schon für das kommende Jahr rechnen die Experten mit besseren Zahlen.

Einer der Tatorte in Paris: Auswirkungen auch auf das BPI
AFP

Einer der Tatorte in Paris: Auswirkungen auch auf das BPI


Die Terrorserie in Paris dämpft dem französischen Statistikamt zufolge die Wachstumsaussichten im laufenden Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt werde in Frankreich statt um die bisher erwarteten 0,4 Prozent nur um 0,2 Prozent steigen, teilte Insee am späten Donnerstagabend mit.

Bei den Anschlägen am 13. November waren an mehreren Orten in Paris insgesamt 130 Menschen getötet worden. Restaurants, das Transportwesen und die Freizeitindustrie seien von den Anschlägen beeinträchtigt worden, hieß es vom Statistikamt.

Die Attacken würden zu 0,1 Prozent weniger Wachstum führen, sagten die Statistiker. Der Rest sei auf andere Faktoren wie die niedrige Energieproduktion angesichts der milden Witterung zurückzuführen.

Schon für das kommende Jahr rechnen die Experten mit einer Verbesserung: In den ersten beiden Quartalen 2016 ist den Statistikern zufolge wieder mit einem Plus der Wirtschaftsleistung von jeweils 0,4 Prozent zu rechnen. Verantwortlich dafür seien steigende Ausgaben der Haushalte und höhere Investitionen des Privatsektors.

aar/dpa/Reuters



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