Nach Einigung Musk provoziert US-Börsenaufsicht auf Twitter

Tesla-Chef Elon Musk hatte gerade erst eine Vereinbarung mit der US-Börsenaufsicht wegen seines Tweets zum möglichen Börsenrückzugs seines Unternehmens getroffen. Nun greift er die Behörde bei Twitter an.

Tesla-Chef Elon Musk
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Tesla-Chef Elon Musk


Tesla-Chef Elon Musk lässt in der Auseinandersetzung mit der US-Börsenaufsicht SEC nicht locker. Nach der Einigung im Streit um seine Tweets zum zwischenzeitlich erwogenen Börsenrückzug Teslas provoziert der Tech-Milliardär die Aufseher weiter.

Musk bezeichnete die SEC bei Twitter als "Shortseller Enrichment Commission" (statt Securities and Exchange Commission) und scherzte, der neue Name sei "so treffend!".

Shortseller sind Anleger, die gegen bestimmte Aktien - in diesem Fall die von Tesla - wetten, Enrichment Commission heißt übersetzt so viel wie "Bereicherungskommission". Musk unterstellt der Behörde mit seinem Tweet also quasi, Spekulanten zuzuarbeiten, die von einem Kursverfall der Tesla-Aktien profitieren.

Die SEC hatte Musk vergangene Woche wegen seiner umstrittenen Tweets zum möglichen Börsenabgang von Tesla verklagt, mit denen nach Ansicht der Regulierer Anleger in die Irre geführt wurden. Der Aktienkurs des Unternehmens war daraufhin um mehr als elf Prozent gesunken.

Am Wochenende einigte sich Musk mit der Behörde auf einen Vergleich. Dadurch darf er zwar Tesla-Chef bleiben, muss aber für drei Jahre den Vorsitz im übergeordneten Verwaltungsrat abgeben. Die SEC wollte ihn zunächst komplett aus den Chefetagen börsennotierter US-Firmen verbannen.

cop/dpa

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