Vermutliche Falschangaben zu Model 3 FBI ermittelt offenbar gegen Tesla

Laut Berichten des "Wall Street Journal" steht Tesla nach einer Einigung mit der US-Börsenaufsicht im September wohl erneut vor rechtlichen Schwierigkeiten: Das FBI soll zu Falschangaben über dem Model 3 ermitteln.

Tesla Model 3
AFP

Tesla Model 3


Dem US-Elektroautobauer Tesla droht nach einem Vergleich mit der Börsenaufsicht SEC offenbar schon wieder neuer rechtlicher Ärger. Das FBI ermittelt laut einem bericht des "Wall Street Journal" ("WSJ") mit Hochdruck in der Frage, ob die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk falsche Angaben zur Produktion ihres Hoffnungsträgers Model 3 gemacht hat.

Die von der US-Staatsanwaltschaft in San Francisco geleiteten strafrechtlichen Untersuchungen gegen Tesla seien in den letzten Wochen intensiviert worden, schrieb "WSJ" unter Berufung auf Insider.

Teslas Pressestelle räumte auf Nachfrage zwar ein, dass das Justizministerium in diesem Jahr Dokumente zu den Prognosen der Model-3-Produktion angefordert habe. Das sei jedoch vor Monaten schon geschehen, man habe bei der Aufforderung kooperiert und seitdem keine weiteren Anfragen und auch keine Vorladung erhalten. Beim Start der Fertigung des Model 3 habe Tesla auf Transparenz gesetzt und sei mit Problemen offen umgegangen, so das Statement weiter.

Vom Justizministerium und der Staatsanwaltschaft in San Francisco gab es keine Stellungnahmen zu dem Bericht. An der Börse gab Teslas Aktie ihre deutlichen Gewinne zunächst komplett ab, konnte aber rasch einen Teil davon wieder aufholen.

Tesla hatte eigentlich gerade erst eine große juristische Baustelle geschlossen: Musk einigte sich im September auf einen Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC, die ihn wegen seiner rasch wieder abgeblasenen Pläne für eine Privatisierung von Tesla wegen Marktmanipulation verklagt hatte. Am Donnerstag erzielte das Unternehmen den größten Gewinn seiner Geschichte.

mal/dpa



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