Lithium-Ionen-Akkusystem Tesla nimmt weltgrößte Batterie in Betrieb

Neue PR-Offensive von Tesla: Der Autokonzern hat die weltgrößte Lithium-Ionen-Batterie in Australien eingeweiht - sie soll mehr als 30.000 Haushalte mit Strom versorgen. Das Projekt entstand binnen weniger Monate.

Tesla-Anlage in South Australia
REUTERS

Tesla-Anlage in South Australia


Der US-Elektroautohersteller Tesla hat in Australien das weltgrößte Batteriesystem in Betrieb genommen. Die Lithium-Ionen-Batterie soll dort Engpässe bei der Stromversorgung abfedern.

Der Energiespeicher sei "der Beginn einer neuen Geschichte", sagte der Regierungschef des Bundesstaates South Australia, Jay Weatherill, bei der offiziellen Inbetriebnahme. Das Akkusystem in der Nähe des Ortes Jamestown nördlich von Adelaide ist an einen Windpark angeschlossen und soll mehr als 30.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Die Batterie hat eine Leistung von 100 Megawatt und eine Kapazität von 129 Megawattstunden und soll helfen, den Strombedarf zu decken - insbesondere in den heißen Sommermonaten, wenn in Australien die meiste Energie verbraucht wird. Im vergangenen Sommer hatten extrem hohe Temperaturen wiederholt zu Stromausfällen in einigen Regionen Australiens geführt.

Tesla-Chef Elon Musk hatte im Juli angekündigt, den Batteriepark binnen 100 Tagen zu bauen. Die geschätzten Kosten für die Anlage gab Musk mit mindestens rund 42 Millionen Euro an.

Mehr zum Thema: Lesen Sie hier einen Report über Tesla

hej/AFP



insgesamt 126 Beiträge
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ernesto79274 01.12.2017
1. was sind ...
den das für Batterien? Jeder der ein Auto hat. Der weiß, so eine Batterie hält 3-5 Jahre. Sehr gute Batterien aus D. halten als Stationsbatterien ca 10 Jahre. Natürlich nur, wenn der Raum noch ständigen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Nun sagen wir mal die Batterien halten dort 10 Jahre. Was passiert danach damit? Wo werden die recycelt? Die ganze Speichertechnik ist schön, ich habe aber die Befürchtungen, das alte Batterien alle nach Afrika geschickt werden, und dort für unvorstellbar Umweltschäden sorgen werden. So wie es jetzt schon mit den ganzen Elektronikschrott gemacht wird. Das gleiche Problem sehe ich bei den Batterien für unsere Elektroautos. Und wo soll in Zukunft der ganze "Saft" für die Autos herkommen? Aus Fessenheim?
echoanswer 01.12.2017
2. 100 Megawatt?
Diese Angabe ist Nonsens. Es sind 100 MWh. Die Energie ist entscheidend, nicht die Leistung. Es stellt sich dann die Frage, wann diese Batterie geladen wird und wie lange das dauert. Wenn sie im Sommer leer wird, dann wird sie bei permanenten Engpässen leer bleiben. Außerdem würde mich dann noch der Wirkungsgrad der Gesamtanlage von der Einspeisung in die Ladetechnik bis zum Ausgang des Wechselrichters interessieren.
marthaimschnee 01.12.2017
3. die alles entscheidende Frage
Können die ihr Model 3 nicht liefern, weil sie die Akkus anderswo verbauen, oder verbauen sie die Akkus anderswo, weil sie das Model 3 nicht in entsprechenden Stückzahlen zusammengeklebt bekommen?
hup 01.12.2017
4. Über- und Unterproduktion
Hm, auf der einen Seite bastelt man einen stationären Hyper-Akku auf der anderen Seite kann Tesla keine Model 3 bauen, weil die Akkus aus eigener Produktion dafür fehlen. Irgndwie scheint die Fertigung der Akkus nicht richtig austariert zu sein.
penie 01.12.2017
5. Batterien haben keine Leistung, sondern Kapazität ...
... und die bemißt sich in Leistung*Zeit. also z.B. Megawattstunden. Evtl. war das ja gemeint. Aber wer würde von einem gewöhnlichen Journalisten erwarten, dass er im Physikunterricht der Mittelstufe aufgepasst hat. Wenn 30.000 Haushalte je 3 Kilowattstunden verbrauchen (dafür benötigen sie in der Regel maximal ein paar Stunden), ist eine vorher volle Batterie dieser Größe leer.
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