Millionen-Minus Tesla rutscht tief in rote Zahlen, Aktie steigt trotzdem

Der Elektroauto-Hersteller Tesla kann machen, was er will - den Anlegern gefällt's: Trotz 675 Millionen Dollar Verlust steigt der Aktienkurs. Das hat vor allem mit dem Model 3 zu tun.

Tesla-Fahrzeuge (Model 3) auf Fabrikgelände in Kalifornien
DPA

Tesla-Fahrzeuge (Model 3) auf Fabrikgelände in Kalifornien


Der US-Elektroautokonzern Tesla hat das vierte Quartal besser abgeschlossen als erwartet. Außerdem hält das Unternehmen an seinen Produktionszielen für den Hoffnungsträger Model 3 fest.

Insgesamt schreibt Tesla aber immer noch gewaltige Verluste. Das Minus nahm im Jahresvergleich sogar von 121 Millionen auf 675 Millionen Dollar (550 Millionen Euro) zu - es fiel damit aber geringer aus als von Analysten angenommen. Die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk teilte am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit, dass der Umsatz um überraschend starke 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zugelegt habe.

Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, der Aktienkurs stieg nachbörslich zunächst um zwei Prozent.

Positiv aufgenommen wurde zudem, dass Tesla Chart zeigen betonte, beim neuen Mittelklasseauto Model 3 am Produktionsziel von 5000 gefertigten Wagen pro Woche bis Ende des zweiten Quartals festzuhalten. Ende des ersten Quartals sollen 2500 Model 3 vom Band laufen. Die Vorgaben waren zuvor bereits zweimal verschoben worden, weil der Anlauf der Serienfertigung Probleme bereitet. Im Schlussquartal wurden laut Tesla nur 1542 Model 3 ausgeliefert. Den Vorbestellungen habe das aber nicht geschadet.

Für Tesla ist der Erfolg des in den USA ab 35.000 Dollar erhältlichen Model 3 extrem wichtig. Die Firma hat massiv Geld in das Projekt investiert, mit dem der Sprung von der Luxusnische in den Massenmarkt gelingen soll. 2018 dürften die Ausgaben noch einmal weiter erhöht werden, warnte Musk die Investoren im Brief an die Aktionäre. Der Großteil der Investitionen werde neben der Autoproduktion für die Fertigung von Batterien sowie für neue Tesla-Läden, Servicecenter und Ladestationen benötigt.

Tesla-Chef Musk machte gerade erst mit einer gigantischen PR-Aktion von sich reden. Seine zweite große Firma, SpaceX, schoss am Dienstag eine Rakete ins All - mit an Bord: ein rotes Tesla-Auto.

cop/dpa



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