Tesla Saudischer Staatsfonds könnte Privatisierung mitfinanzieren

Sollte Firmenchef Elon Musk Tesla tatsächlich von der Börse nehmen wollen, braucht er viel Geld. Einer der möglichen Investoren könnte der saudische Staatsfonds werden.

Tesla-Chef Elon Musk (September 2017)
AFP

Tesla-Chef Elon Musk (September 2017)


Erst am Dienstag vergangener Woche war bekannt geworden, dass Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF drei bis fünf Prozent der Tesla-Aktien hält - just am gleichen Tag, als Firmenchef Elon Musk per Tweet kundtat, Tesla möglicherweise von der Börse nehmen zu wollen. Dazu braucht Musk viel Geld - und einer der möglichen Geldgeber könnte der saudische Staatsfonds werden, berichtete zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Kurz darauf teilte Musk im Firmen-Blog mit, dass er die Finanzierung des Börsenrückzugs seiner Firma mit dem Staatsfonds Saudi-Arabiens diskutiere. "Ich führe weiterhin Gespräche mit dem Saudi-Fonds und auch mit einer Anzahl anderer Investoren." Ein Interesse der Saudis, sich an einer möglichen Privatisierung Teslas zu beteiligen, um eine Alternative zum Ölgeschäft zu erschließen, bestehe bereits seit Anfang 2017 und sei auch weiterhin vorhanden.

Dem Bloomberg-Bericht zufolge lote der Fonds derzeit mögliche Wege aus, dem Investorenpool anzugehören, der nötig sei, um Tesla von der Börse zu holen. Allerdings habe er noch keine Entscheidung getroffen, seine Beteiligung weiter zu erhöhen, zitiert ein Bloomberg Insider.

Musk, der selbst rund 20 Prozent der Tesla-Aktien besitzt, braucht mehr als 60 Milliarden Dollar, um das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Der Tesla-Chef schrieb nun jedoch, er gehe davon aus, dass rund zwei Drittel der Aktionäre bei einem Börsenabgang investiert blieben. Dadurch würden die nötigen Mittel erheblich verringert. Am Markt wurde Musks Blog verhalten aufgenommen - die Aktie notierte im frühen US-Handel leicht im Plus.

Zuvor hatte bereits CNBC berichtet, dass Musk mit dem Staatsfonds Saudi-Arabiens über eine mögliche Finanzierung eines Deals zum Rückzug von der Börse gesprochen haben soll. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf Insider, die US-Börsenaufsicht SEC habe Tesla bereits ins Visier genommen, um den Wahrheitsgehalt von Musks Aussagen zu prüfen.

(Hintergründe dazu, wie Musk Tesla Chart zeigen von der Börse nehmen könnte, finden Sie hier).

fdi/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.