Stromspeicher für Jedermann US-Energieminister lobt Teslas Hausbatterie

Das US-Unternehmen Tesla will einen Stromspeicher für Haushalte auf den Markt bringen. Vom amerikanischen Energieminister gibt es dafür viel Lob - aber auch ein paar Bedenken.

Tesla-Chef Musk: Ende April hatte er die neue Batterie vorgestellt
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Tesla-Chef Musk: Ende April hatte er die neue Batterie vorgestellt


Hamburg - Der kalifornische Autobauer Tesla fertigt nicht nur schicke Elektro-Sportwagen für betuchte Kunden, sondern will mit einer Batterie für Hausbesitzer auch den Energiemarkt aufmischen. Die US-Regierung verfolgt das Thema aufmerksam: "Das ist eine spannende Geschichte", sagte der amerikanische Energieminister Ernest Moniz der Nachrichtenagentur dpa.

Besonders die Idee, die Batterie in ein Solarpanel zu integrieren, hält Moniz für sinnvoll. "Das Panel produziert Gleichstrom, den man direkt in die Batterie einspeisen und dort für einige Stunden ohne Umwandlung speichern kann", sagte der Minister.

Tesla-Chef Elon Musk hatte kürzlich angekündigt, eine Batterie für Hausbesitzer und mittelständische Unternehmen auf den Markt zu bringen, um Strom zu speichern, der zum Beispiel aus Solaranlagen kommt. Das Ziel ist es, Stromkunden in aller Welt weitgehend unabhängig von ihren Energieversorgern zu machen. In Deutschland geht der US-Konzern dabei eine Allianz mit dem Ökostromanbieter Lichtblick ein.

Andere Batterie-Anbieter zeigen sich skeptisch, ob die Tesla-Akkus tatsächlich mehr können als bisherige Produkte. Davon wird auch abhängen, wie stark die Folgen für große Energiekonzerne wie E.on und RWE sein werden, deren Kerngeschäft mit großen Kraftwerken wegen des Ökostromausbaus ohnehin stark unter Druck geraten ist.

US-Minister Moniz glaubt, dass Tesla seine Produktionskosten noch drücken muss, um im Massenmarkt zu bestehen. "Wenn die Batterie für den Eigenbedarf billiger wird, kann diese Technologie durchaus zu einer ernsthaften Herausforderung für das klassische Modell der Energieversorger werden", sagte Moniz.

stk/dpa

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 60 Beiträge
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Ishibashi 13.05.2015
1. Gute Idee
aber noch nicht ausgereift. Preis und Lebensdauer lassen zu wünschen. Anstatt Milliarden für eine nutzlose Gehirnforschung auszugeben sollte die EU lieber mehr Geld in die Erforschung von Energiespeicher stecken.
c218605 13.05.2015
2. Vorschußlorbeeren
Allzu plakative Vorschußlorbeeren für einen US-Konzern mit seinem noch rein virtuellen Produkt. Klingt wie seinerzeit die Hype um das angebliche 3-Liter Auto und doch verbrauchen die meisten KFZ heute immer noch mehr als das doppelte. Daher soll Tesla liefern und den Verbraucher urteilen lassen der es am Ende bezahlen soll.
Rido 13.05.2015
3.
Ein paar mehr technische Details wären schön gewesen. So hat die Meldung leider kaum einen inhaltlichen Wert. Auch zu den Bedenken steht nicht viel drin, leider.
Cleanthinking 13.05.2015
4. Großes Kino
Was für ein Unsinn: "Besonders die Idee, die Batterie in ein Solarpanel zu integrieren, hält Moniz für sinnvoll. "Das Panel produziert Gleichstrom, den man direkt in die Batterie einspeisen und dort für einige Stunden ohne Umwandlung speichern kann", sagte der Minister." Wieso berichtet die dpa über solch einen Käse, aber über deutsche Technologieführer nicht? Warum übernimmt Spiegel Online das ohne Prüfung?
gultimore 13.05.2015
5. Ausverkauft
Und während hier alle noch meckern. Ist zu teuer, die halten nur wenige Jahre, Diesel Generator ist besser, kommt Tesla mit der Produktion nicht hinterher: http://www.digitaltrends.com/home/tesla-powerwall-battery-already-sold-out/ Sie haben schon alle Anlagen verkauft, die sie bis zur Mitte nächsten Jahres produzieren können.
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