Medienbericht Tesla verhandelt offenbar über Werk in Deutschland

Produziert Tesla bald in Rheinland-Pfalz oder im Saarland? Laut "Wall Street Journal" sind die Bundesländer bei dem US-Elektroautokonzern als neue Werksstandorte im Gespräch.

Fahrzeuge des Tesla Model 3
REUTERS

Fahrzeuge des Tesla Model 3


Der US-Elektroautokonzern Tesla führt einem Medienbericht zufolge Gespräche über den Bau einer großen Fabrik in Europa. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley habe in Deutschland Gespräche mit zwei Bundesländern über eine sogenannte Giga-Factory zum Bau von Elektroautos und Batterien unter einem Dach geführt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.

Demnach hatte Tesla-Chef Elon Musk bereits vergangenen Monat gesagt, dass er gerne zum Ende des Jahres einen europäischen Produktionsstandort ankündigen würde. In einem Tweet hatte er Deutschland zudem als "bevorzugte Wahl" bezeichnet.

Vor allem Rheinland-Pfalz und das Saarland hätten dem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge nun um Tesla geworben. Die beiden Bundesländer kämen wegen ihrer Nähe zu Frankreich und den Benelux-Länder infrage. Die Position wäre günstig für die wichtigsten Märkte in Europa. Offizielle Verhandlungen hätten aber noch nicht begonnen.

Die Gespräche befänden sich noch in einem frühen Stadium, ein Abschluss sei nicht sicher. Auch über einen möglichen Standort in den Niederlanden sei gesprochen worden, zitiert das Blatt einen Regierungsbeamten. Es sei allerdings unklar, ob diese Option weiter verfolgt werde. Tesla äußerte sich nicht.

Das Elektroautounternehmen fährt derzeit die Produktion seines für den Massenmarkt bestimmten Model 3 hoch. Der US-Konzern hatte erst vor Kurzem den Bau einer Fabrik in China angekündigt. Bisher baut er seine Elektroautos überwiegend am Standort Fremont in Kalifornien.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es fälschlicherweise, dass Frankreich der wichtigste Markt für Tesla in Europa sei. Es geht bei dem Standort lediglich um die Nähe zu den wichtigsten Märkten.

cop/Reuters

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manchmal_dafür 30.07.2018
1. Wegen den Zöllen?
Na wenn das mal nicht der Politik von Trump geschuldet ist. So umgeht man mögliche Strafzölle in Europa. Für Deutschland wäre es gut-der Tesla ist ein innovatives Produkt mit guter Zukunftsaussicht. Mal sehen, ob die Fabrik denn kommt.
hup 30.07.2018
2. Made... in the Ju-Es-Ay!... it was made... in the Ju-Es-Ayyhay
Tscha. So richtig scheint das dort nicht aufzuziehen zu sein. Also nach China (billig, Marktzugang) und nach Deutschland (Fachkräfte, Know-how,. Automatisierung). Aber so wie Tesla zur Zeit unter Druck steht kann es auch schon vorbei sein mit dem Unternehmen bevor noch ein Auto in China oder Deutschland gebaut ist. Und wer denkt Musk wäre generös und das wäre ein super Sache für Deutschland, der sollte sich mal die letzten Artikel durchlesen zum Umgang von Tesla mit Zulieferern. Dabei ist Tesla noch nicht mal ein grosser Auftraggeber. Man wird sehen.
testuser2 30.07.2018
3. Fände ich gut
Vielleicht gäbe das Schwung in das Elekto-feindliche Umfeld, das die Merkel-Regierung zusammen mit ihren Verbündeten in der Deutschen Automobilindustrie hier geschaffen hat. Man sollte seinen Blick nicht davon trüben lassen, dass man gegen Trump eingestellt ist, sondern das unabhängig davon als Chance sehen. Ob auch Deutschland als Standort Vorteile davon hat, kann ich aber nur vermuten.
Harald Schmitt 30.07.2018
4. Wie kommen die auf diese Bundesländer?
Warum machen die denn nicht ein Werl auf wo andere Hersteller dicht machen und das FAchpersonal und Gebäude vorhanden sind? Haben die nicht erst ein paar Opel Arbeiter entlassen? Bochum steht doch zur Auswahl. Die hatten doch da schon Autos produziert, die polnischen LKW Fahrer kennen den Weg und die müssen nicht erst neue Mitarbeiter anlernen, suchen und für die Wohnungen finden. Wahrscheinlich gehts nur wieder um die höchsten Subventionen, Steuererleichterungen und vom Arbeitslosenamt subventionierte Billigarbeiter.
merapi22 30.07.2018
5. Saubere Autos aber kaum Arbeitsplätze
Für Deutschland bedeutet ein Tesla Standort Modernste KI-Roboter-Produktion und hier können Roboter-Hersteller wie Kuka profitieren. Arbeitsplätze am Fließband wird es dagegen nicht geben. Das Wichtigste ist dagegen, die Autos werden sauberer und die Luft besser für Mensch und Umwelt. Dank Tesla wird es dazu führen, dass sich E-Mobilität auch in Deutschland schneller durchsetzt und es schon vor 2025 ein Verbot für Neufahrzeuge mit Diesel/Benzin Motoren gibt.
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