Peterborough - Thomas Cook verschärft seinen Sparkurs und legt die Fluggesellschaften des Unternehmens zusammen. Die deutsche Fluglinie Condor, die als profitables Vorbild im Konzern gilt, arbeitet ab März mit den Thomas Cook Airlines UK und Belgien in einem Geschäftssegment. Auch die Thomas Cook Airline Scandinavia soll enger eingebunden werden.
Konzernchefin Harriet Green verspricht sich von dem Umbau weniger Doppelarbeit und straffere Strukturen. Ein gemeinsamer Auftritt, ein gebündelter Einkauf und gleiche Computersysteme sollen die Kosten erheblich senken, zusammen mit anderen Maßnahmen um jährlich 160 Millionen Pfund. Die Aktie des Konzerns
legte an der Londoner Börse zeitweise um rund zwölf Prozent zu.
In den vergangenen zwei Jahren hatten Probleme in Großbritannien und das schwächelnde Geschäft mit Nordafrika-Reisen jeweils zu einem Verlust von mehr als 500 Millionen Pfund geführt. Nur eine milliardenschwere Kreditlinie der Banken rettete das Unternehmen. Green, die den Chefposten erst Mitte 2012 übernommen hat, soll den Konzern wieder auf Kurs bringen.
Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember lief es für Thomas Cook sogar besser als im Jahr zuvor. Zwar ging der Umsatz um sieben Prozent zurück, der Vorsteuerverlust schrumpfte aber weitaus stärker um 16 Prozent. Bei Reiseveranstaltern sind Verluste im Winter die Regel, ihre Gewinne erzielen sie in der Hauptreisezeit im Sommer.
kut/dpa
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