Kopper-Nachfolger: Thomas Mirow soll Aufsichtsratschef der HSH Nordbank werden

Gerade erst wurde bekannt, dass Hilmar Kopper den Aufsichtsratsvorsitz bei der krisengeschüttelten HSH Nordbank vorzeitig niederlegen will - und schon steht der Nachfolger bereit. Der frühere Hamburger Wirtschaftssenator Thomas Mirow soll neuer Chefkontrolleur der Landesbank werden.

Thomas Mirow löst Hilmar Kopper an der Spitze des Aufsichtsrats der HSH Nordbank ab Zur Großansicht
REUTERS

Thomas Mirow löst Hilmar Kopper an der Spitze des Aufsichtsrats der HSH Nordbank ab

Hamburg - Der Vertrag von HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper läuft eigentlich noch bis Mai 2014, aber die Hauptanteilseigner der Landesbank, Hamburg und Schleswig-Holstein, suchen schon seit längerem nach einem Nachfolger - jetzt haben sie ihn gefunden. Thomas Mirow soll neuer Chefkontrolleur der HSH Nordbank werden.

"Mir ist bewusst, dass vor der HSH Nordbank eine weitere, sehr schwierige Wegstrecke liegt", sagte der SPD-Politiker am Freitag bei seiner Präsentation im Hamburger Rathaus. Mirow war von 1991 bis 2001 in Hamburg Senator mit verschiedenen Zuständigkeiten und wechselte 2005 als Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium. Zuletzt war Mirow Chef der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

Mirow löst den derzeitigen Aufsichtsratschef Kopper ab, der sein Amt spätestens zum 28. Februar aufgeben will. Der 77-Jährige war zuletzt immer stärker unter Druck geraten, zunächst wegen der Abberufung von Paul Lerbinger von der HSH-Spitze. Davor stand er bereits wegen der von ihm ausgehandelten Millionenabfindung für den früheren HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher in der Kritik. Gegen Nonnenmacher ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel wegen des Vorwurfs der Untreue und falscher Vorwürfe gegen ein früheres Vorstandsmitglied der HSH Nordbank.

Der Aufsichtsrat der Bank hatte sich unlängst mit Nonnenmacher darauf verständigt, dass er die knapp vier Millionen Euro Abfindung im Fall einer strafrechtlichen Verurteilung zurückzahlen muss. Kopper war während der Krise vor dreieinhalb Jahren zur HSH gekommen, um sie als Aufsichtsratschef in ruhigeres Wasser zu führen. Die HSH war vor knapp vier Jahren mit staatlicher Milliardenhilfen vor dem Aus geretteten worden. Seit einigen Monaten setzt die Schifffahrtskrise der Bank immer stärker zu.

nck/dpa/Reuters

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Endlich!
adam68161 11.01.2013
Endlich wird dieser unsäglich unfähige Kopper abgelöst.Wenn man an seine falschen Personalentscheidungen, garniert mit arroganten Sprüchen denkt, kann es einen nur schütteln!
2. aha
nurmalso2011 11.01.2013
Loser Nr. 528, hat der denn wirtschaftlichen Sachverstand - haben wir nicht schon genug Politiker, die nur Schaden anrichten?
3. Diängelei
darthmax 11.01.2013
Nun drängeln sich schon wieder Politiker zum Kaffeetassehalten nach vorn. Warum zum Aufsichtsrat nicht einen Bänkster der Haspa, die alle Krisen erfolgreich gemeistert hat,, wäre sicherlich sinnvoller.
4.
heida 11.01.2013
Es wurde auch Zeit, dass der Peanutsbanker endlich abtritt. Er hat dem Unternehmen mit seiner unerträglich Arroganz nur geschadet
5. ...
Sir_Batman 11.01.2013
Zitat von nurmalso2011Loser Nr. 528, hat der denn wirtschaftlichen Sachverstand - haben wir nicht schon genug Politiker, die nur Schaden anrichten?
ich habe auch zuerst gedacht, dass hier der nächste Taschendieb kommt. Aber seine Vita finde ich gar nicht so verkehrt für den Job. Weitaus besser, als z.B. Heide Simonis. Allerdings ist das auch nicht so schwer, oder?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
RSS
alles zum Thema HSH Nordbank
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 15 Kommentare
Interaktive Grafik

Fotostrecke
Skandaltruppe: Wer ist wer bei der HSH?
Die Landesbanken in der Übersicht
BayernLB
Die BayernLB gehört über die BayernLB Holding AG zu rund 94 Prozent dem Freistaat Bayern und zu rund sechs Prozent dem Sparkassenverband Bayern. mehr auf der Themenseite...
Bremer Landesbank
Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg Girozentrale gehört zu 92,5 Prozent der Nord/LB. Das Land Bremen hält einen Anteil von 7,5 Prozent. mehr auf der Themenseite...
HSH Nordbank
Die HSH Nordbank ist aus der Hamburgischen Landesbank und der Landesbank Schleswig-Holstein hervorgegangen. Als einzige Landesbank hat sie einen privaten Anteilseigner: Der US-Investor JC Flowers hält 9,2 Prozent der stimmberechtigten Anteile. Die Hansestadt Hamburg hält 10,9 Prozent, 15 Prozent gehören dem Land Schleswig-Holstein und den Sparkassen des Landes. Der Hauptanteil von 64,2 Prozent wird vom HSH Finanzfonds, einer gemeinsamen Anstalt der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, gehalten.mehr auf der Themenseite...
Landesbank Baden-Württemberg
Die LBBW ist die größte deutsche Landesbank und gehört zu jeweils 35,6 Prozent dem Land Baden-Württemberg und den Sparkassen des Landes. Die Stadt Stuttgart hält 18,9 Prozent, die rheinland-pfälzischen Sparkassen und die Landeskreditbank Baden-Württemberg halten je 4,9 Prozent. mehr auf der Themenseite...
Landesbank Berlin
Die LBB gehört seit 2007 zu 98,6 Prozent dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband und damit allen deutschen Sparkassen. Die restlichen 1,4 Prozent sind Streubesitz. mehr auf der Themenseite...
Landesbank Hessen-Thüringen
Die Helaba, offiziell Landesbank Hessen-Thüringen, gehört zu 85 Prozent dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen. Das Land Thüringen ist mit fünf Prozent beteiligt, Hessen mit zehn Prozent. mehr auf der Themenseite...
Norddeutsche Landesbank
Die Nord/LB gehört zu 41,8 Prozent dem Land Niedersachsen. Die niedersächsischen Sparkassen halten 37,3 Prozent, überdies sind die Sparkassen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. mehr auf der Themenseite...
Landesbank Saar
Noch gehört die SaarLB zu 75,1 Prozent der BayernLB. Weitere Anteilseigner sind der Sparkassenverband Saar und das Bundesland Saarland. Doch die BayernLB will sich in den kommenden Jahren schrittweise vollständig von dem Institut trennen. mehr auf Wikipedia...
WestLB
Die beiden nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände, Rheinischer Sparkassen- und Giroverband (RSGV) sowie Westfälisch-Lippischer Sparkassen- und Giroverband (WLSGV), halten je über 25 Prozent der Anteile, das Land Nordrhein-Westfalen hält 17,4 Prozent, die NRW-Bank 31,1 Prozent. Eigentümer der NRW-Bank sind das Land Nordrhein-Westfalen mit 98,6 Prozent sowie die beiden Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe mit jeweils 0,7 Prozent. mehr auf der Themenseite...