Wirtschaft


Geschäfte in Asien: ThyssenKrupp schasst Mitarbeiter wegen dubioser Zahlungen

Es geht um zweifelhafte Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe: Thyssen-Krupp untersucht dubiose Geschäftspraktiken bei einer Tochterfirma, auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Industriekonzern hat sich bereits von sechs Mitarbeitern getrennt.

ThyssenKrupp-Quartier: Verdacht der Untreue gegen sechs MitarbeiterZur Großansicht
ThyssenKrupp

ThyssenKrupp-Quartier: Verdacht der Untreue gegen sechs Mitarbeiter

Frankfurt am Main - ThyssenKrupp macht nach internen Ermittlungen zu zweifelhaften Zahlungen kurzen Prozess: Der Konzern habe sechs Mitarbeitern gekündigt und die Behörden eingeschaltet, sagte ein Firmensprecher dem "Handelsblatt". Nun ermittle die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue gegen die Ex-Beschäftigten. Über die Ermittlungen berichtete auch die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung". Eine Sprecher des Konzerns bestätigte die Berichte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE.

Nach einem anonymen Hinweis aus den eigenen Reihen habe die Konzernrevision die Geschäftspraktiken bei der Tochter ThyssenKrupp GfT Bautechnik überprüft, hieß es. Es geht den Zeitungen zufolge um Geschäfte in Osteuropa und Asien mit zweifelhaften Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe. Der Betrag setze sich unter anderem zusammen aus Scheinrechnungen sowie Provisionen, für die im Gegenzug keine Leistungen erkennbar sein sollen. Auffällig sind Geschäfte unter anderem in Kasachstan, Usbekistan und China und Osteuropa. Über die Ermittlungen soll der Aufsichtsrat in der vergangenen Woche unterrichtet worden sein.

Einer der entlassenen Manager wies die Vorwürfe im "Handelsblatt" zurück. Versteckte Zahlungen und verschleierte Provisionen habe es nicht gegeben, sagte dessen Anwalt. Der Manager klage gegen seine Entlassung.

yes/Reuters

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insgesamt 4 Beiträge
Das sind wahrscheinlich nur getarnte Bestechungsgelder, um an Aufträge in diesen Ländern zu kommen. Wetten, dass die jetzt gefeuerten Manager davon nicht einen Cent gesehen haben? Sondern nur die Auftraggeber, die sich schmieren [...]
Das sind wahrscheinlich nur getarnte Bestechungsgelder, um an Aufträge in diesen Ländern zu kommen. Wetten, dass die jetzt gefeuerten Manager davon nicht einen Cent gesehen haben? Sondern nur die Auftraggeber, die sich schmieren lassen haben. Das gehört aber in gewissen Kulturkreisen doch zum guten Ton.
stefanbodensee 30.11.2012
Nennen wir das Kind doch ruhig beim Namen - Bestechungszahlungen ! Und das macht jede firma, die in irgendeiner form in den betroffenen Ländern Fuß fassen möchte - und zwar mit heimlicher Billigung der oberen Management-Etagen. [...]
Nennen wir das Kind doch ruhig beim Namen - Bestechungszahlungen ! Und das macht jede firma, die in irgendeiner form in den betroffenen Ländern Fuß fassen möchte - und zwar mit heimlicher Billigung der oberen Management-Etagen. Anders kann man dort doch (leider) nicht an größere Geschäfte kommen, und wenn der eine nicht zahjlt, dann zahlt halt der Mitbewerber und erhält den Zuschlag. Daher sollen diese Firmen jetzt nicht so tun, als ob es nur ein paar böse, böse Mitarbeiter gewesen wären. Den Druck, Geschäftserfolge zu prodzúzieren, erzeugt doch das Management ! Jetzt so zu tun, als ob man hier im Sumpf der Bestechung aufräumen wolle ist mehr wie durchschaubar.
Levaldo 30.11.2012
Wenn die Manager es nicht schaffen, einen Fuß in bestimmte Märkte zu bekommen, sind sie ihren Job doch genauso los und werden als unfähig hingestellt. So sind sie eben kriminell und ihren Job los. Das Risiko erschien wohl [...]
Wenn die Manager es nicht schaffen, einen Fuß in bestimmte Märkte zu bekommen, sind sie ihren Job doch genauso los und werden als unfähig hingestellt. So sind sie eben kriminell und ihren Job los. Das Risiko erschien wohl erträglich... im Verhältnis zum Ertrag. Hätte es für TK geklappt und der Skandal wäre nicht aufgeflogen, hätten sich die Vorstände bestimmt im Erfolg gesuhlt und die tollen Zahlen gefeiert. Mit Verlaub: Gute Zahlen und Schlagzeilen täten dem Unternehmen auch mal wieder gut...
buhli1961 30.11.2012
...von einem einzelnen Manager, von dem das geschäftsführende Management erst aus der Presse erfuhr. Lol.
...von einem einzelnen Manager, von dem das geschäftsführende Management erst aus der Presse erfuhr. Lol.
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  • Freitag, 30.11.2012 – 07:44 Uhr
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