Teure Reisen für Journalisten: ThyssenKrupp-Manager lässt Amt ruhen

Er geriet ins Visier der Justiz, weil er Journalisten auf teure Reisen eingeladen haben soll - jetzt hat ThyssenKrupp-Vorstand Jürgen Claassen den Aufsichtsrat gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Das Unternehmen hatte eine interne Prüfung eingeleitet.

Essen - ThyssenKrupp-Vorstand Jürgen Claassen hat den Aufsichtsrat gebeten, ihn "bis auf weiteres" von seinen Aufgaben zu entbinden. Das teilte ein Unternehmenssprecher am Samstag mit. Er wolle mit diesem Schritt "angesichts der derzeitigen öffentlichen Berichterstattung" Schaden vom Unternehmen fernhalten, so Claassen laut Mitteilung. Der Aufsichtsrat werde sich am 10. Dezember mit der Angelegenheit beschäftigen.

Claassen war wegen teurer Reiseeinladungen an Journalisten ins Visier der Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft Essen prüft die Aufnahme von Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue.

Der Stahl-Manager soll zu teuren Informationsreisen mit First-Class-Flügen, Übernachtungen in Luxushotels und aufwendigem Freizeitprogramm eingeladen haben, deren geschätzter Wert zum Teil bei 15.000 Euro lag. ThyssenKrupp hatte mitgeteilt, das Unternehmen habe eine umfassende interne Prüfung eingeleitet.

In der vergangenen Woche hatte ThyssenKrupp den Vorwurf zurückgewiesen, Claassen habe bei der Reise zur Eröffnung eines Stahlwerks in den USA dienstliche und private Teile vermischt. Alle privaten Anteile der Reise seien auch privat gezahlt worden.

wal/dpa-AFX/Reuters

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Freie Presse
hojen 01.12.2012
Journalisten müssen ihre Familien ernähren und schreiben die Inhalte, die am besten bezahlt werden, von wem auch immer.
2. Verräterische Luxusreisen
Pandora0611 01.12.2012
---Zitat--- Besonders luxuriöse Auslandsreisen des Thyssen-Krupp-Vorstandsmitglieds Jürgen Claassen haben die Justiz mobilisiert: Die Essener Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den 54jährigen Manager eingeleitet. Die Welt am Sonntag hatte darüber berichtet, das Claassen einzelne Journalisten oder ganze Gruppen zu teuren Reisen nach Südafrika und China eingeladen hatte, die für die mitgereisten Journalisten einen hohen Freizeitwert boten. Auch eine Dienstreise des Managers nach Amerika, an der auch Familienangehörige Claassens beteiligt gewesen sein sollen, wird geprüft. Das Landeskriminalamt hat einen Anfangsverdacht bejaht und den Vorgang der Staatsanwaltschaft zugeleitet. ---Zitatende--- Quelle: SZ Korruptionsvorwürfe gegen Thyssen-Krupp-Manager - Verräterische Luxusreisen - Wirtschaft - Süddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/korruptionsvorwuerfe-gegen-thyssen-krupp-manager-verraeterische-luxusreisen-1.1538947) Was Lacostet die Welt? Geld spielt keine Rolex! Die "Firma" zahlt's ja.
3.
kdhms 01.12.2012
Zitat von Pandora0611Quelle: SZ Korruptionsvorwürfe gegen Thyssen-Krupp-Manager - Verräterische Luxusreisen - Wirtschaft - Süddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/korruptionsvorwuerfe-gegen-thyssen-krupp-manager-verraeterische-luxusreisen-1.1538947) Was Lacostet die Welt? Geld spielt keine Rolex! Die "Firma" zahlt's ja.
man sollte erst mal abwarten was die Untersuchung ergibt u. keine Vorverurteilung abgeben
4.
kdhms 02.12.2012
Zitat von Pandora0611Quelle: SZ Korruptionsvorwürfe gegen Thyssen-Krupp-Manager - Verräterische Luxusreisen - Wirtschaft - Süddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/korruptionsvorwuerfe-gegen-thyssen-krupp-manager-verraeterische-luxusreisen-1.1538947) Was Lacostet die Welt? Geld spielt keine Rolex! Die "Firma" zahlt's ja.
Herr Claassen hat den Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp gebeten ihn von seinen Aufgaben zu entbinden mit Ruecksicht auf die Firma. Waere es nicht moeglich das bei Fehlverhalten im Bundestag dann das Amt der betreffenden Person bis zur Aufklaerung ruht. Ich glaube dann gaebe es viele frei Plaetze
5. Der Spiegel -1964...
wibbeline 02.12.2012
Spiegel-Redakteure durften sich damals nicht einmal zu einer Tssse Kaffee einladen lassen...
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