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Milliardendeal: Toshiba verkauft Medizintechnik-Sparte an Canon

Für umgerechnet 5,3 Milliarden Euro übernimmt Canon die Medizintechnik-Sparte von Toshiba. Mit dem Geld wollen die Japaner den Konzernumbau vorantreiben. Im Bilanzskandal droht derweil neuer Ärger.

Toshiba-Gebäude in Tokio Zur Großansicht
REUTERS

Toshiba-Gebäude in Tokio

Lange ist über den Verkauf spekuliert worden, nun steht er fest: Canon Chart zeigen hat den Zuschlag für die Medizintechnik-Sparte von Toshiba erhalten. Das teilte der japanische Elektronikkonzern mit. Canon zahlt dafür umgerechnet 5,3 Milliarden Euro. Dem Unternehmen waren zuletzt die besten Chancen für die Übernahme eingeräumt worden.

Toshiba will mit dem Erlös den Konzernumbau vorantreiben. Das Unternehmen ist in einen milliardenschweren Bilanzskandal verwickelt. Die japanischen Behörden ermitteln gegen den Konzern.

Nun droht Toshiba auch Ärger in den USA. Die Agentur Bloomberg berichtete am Donnerstag, auch die US-Aufsichtsbehörden würden sich die Bilanzen im Zusammenhang mit Toshibas Atomkraftwerksparte Westinghouse ansehen. Börsenaufsicht und Justizministerium würden der Frage nachgehen, ob dort Betrug vorliege, berichtete die Agentur unter Berufung Insider. Da Westinghouse seinen Sitz in den USA habe, würden auch die US-Behörden aktiv.

Toshiba-Aktien Chart zeigen verloren daraufhin rund zehn Prozent. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, man prüfe den Bericht. Toshiba hatte über Jahre hinweg seine Gewinne zu hoch ausgewiesen. Der Skandal hat den Konzern in die Verlustzone rutschen lassen und zum Rücktritt des Top-Managements geführt. In der Folge hat Toshiba den Abbau von rund 10.000 seiner 200.000 Arbeitsplätze angekündigt.

brk/Reuters

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