Spielzeughändler Toys"R"Us schließt offenbar alle US-Filialen

Toys"R"Us ist einer der größten Spielzeughändler der USA - und hoch verschuldet. Nun berichten US-Medien, dass alle Filialen im Land geschlossen oder verkauft werden sollen. Betroffen seien bis zu 33.000 Arbeitsplätze.

Toys"R"Us-Filiale am Times Square
REUTERS

Toys"R"Us-Filiale am Times Square


Der Spielwarenhändler Toys"R"Us plant offenbar, alle 800 Filialen in den USA zu schließen oder zu verkaufen. Das berichten übereinstimmend die "Washington Post" und das "Wall Street Journal". Dies solle nicht auf einen Schlag, sondern in einem Prozess geschehen. Betroffen sind den Berichten zufolge bis zu 33.000 Arbeitsplätze. Eine Reaktion des Unternehmens dazu gibt es bisher nicht.

Toys"R"Us ist in Milliardenhöhe verschuldet und bemüht sich schon länger darum, einen Käufer zu finden - bisher vergebens. Im September 2017, kurz vor dem Weihnachtsgeschäft, hatte Toys"R"Us in den USA bereits Gläubigerschutz beantragt und die Schließung von 180 Filialen angekündigt (mehr zu der Schuldenlast des Unternehmens und dem Insolvenzantrag lesen Sie hier).

Erst am Mittwoch hatte der Spielwarenhändler angekündigt, alle Geschäfte in Großbritannien herunterzufahren. Weltweit hat Toys"R"Us etwa 64.000 Angestellte.

aar/dpa



insgesamt 26 Beiträge
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dasfred 15.03.2018
1. Endlich wieder Übersicht im Kinderzimmer
Was diese Firma im Laufe der Zeit an Plastikmüll unter die Leute geworfen hat, sprengt alle Dimensionen. Kinder wurden mit so viel Zeug überfrachtet, dass sie jeden Überblick verloren haben und wurden so zu willenlosen Konsumenten erzogen, die dann glauben, alles was angeboten wird muss man auch kaufen.
gefaehrlicheshalbwissen 15.03.2018
2. wieder jemand Amazon zum Opfer gefallen
Kinder wissen ganz genau, was sie wollen.. dann wird es günstig bestellt. Babyspielzeug ist eine andere Sache.. da lasse ich mich auch im Ladengeschäft gern beraten und inspirieren.. und kaufe dann auch da.
road_warrior 15.03.2018
3. @dasfred
@dasfred: Stimme Ihnen zu 100% zu. Ich war dreimal in meinem Leben in einer Filiale, und mich erinnerte das sehr an eine Großmarkthalle, in der sich Plastikmüll meist aus China kommend schön bunt verpackt bis zur Decke stapelte. Insofern sicher kein Verlust für die Menschheit, aber leider der Arbeitsplatzverlust für viele Mitarbeiter :-(
f36md2 15.03.2018
4. Holz statt Plastik!
Ein Plastik-Massenanbieter weniger auf dieser Welt - eine gute Nachricht!
Pneumoniahawk 15.03.2018
5. Merkwürdig
33.000 Leute bestellen selbst alles im internet und wundern sich ich warum ihr eigener Laden zumacht? Naja, dank der digitalisierung werden bestimmt 33.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ist ja nicht schwer aus einer Verkäuferin einen Web-Developer zu machen. Ansonsten kommen die bestimmt woanders unter. Klar, schön weiterträumen.
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