Berlin/Bad Honnef - Der Weihnachtsbaum wird offenbar immer beliebter: Die Deutschen kaufen in diesem Jahr mehr Fichten und Tannen zum Fest als je zuvor. Insgesamt stieg die Zahl der bisher verkauften Bäume laut dem Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) leicht um 100.000 auf 29,1 Millionen.
Die Preise sind im Vergleich zum vergangenen Jahr stabil geblieben, daher wird ein neuer Umsatzrekord erreicht - 699 Millionen Euro geben die Verbraucher in diesem Jahr für Weihnachtsbäume aus. Noch im Jahr 2000 stellten sich die Deutschen lediglich rund 24 Millionen Bäume zur Weihnachtszeit ins Wohnzimmer, der Umsatz lag damals bei 409 Millionen Euro.
Der Nachfrageboom speist sich aus zwei Quellen: Viele Hotels, Fußgängerzonen oder Schulen werden mit Weihnachtsbäumen geschmückt - und viele Verbraucher wollen nicht nur das Wohnzimmer, sondern auch Balkon oder Terrasse bestücken. Es gebe einen Hang zum Zweitbaum, sagte eine HDH-Sprecherin.
Der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen bleibt die Nordmanntanne mit einem Anteil von 75 Prozent. Etwa 70 Prozent der Christbäume sind in Deutschland gewachsen, der Rest stammt vor allem aus Dänemark. Die wichtigsten heimischen Weihnachtsbaumregionen sind laut dem HDH das Sauerland, der Bayerische Wald und der Schwarzwald.
In fünf bis sieben Jahren könnte laut dem HDH das Angebot an Weihnachtsbäumen deutscher Herkunft knapper ausfallen. Viele Forstbetriebe überlegten derzeit, sich vom Geschäft mit Weihnachtsbäumen zu verabschieden und auf den Anbau von Biomasse wie Raps zu setzen.
fdi/dpa
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