Trockenheit Dürre gefährdet Stromversorgung in Deutschland

Die Trockenheit in Deutschland könnte zu Schwierigkeiten bei der Stromversorgung führen. Nach SPIEGEL-Informationen warnt die Deutsche Energie-Agentur vor Kühlwasserengpässen in Kernkraftwerken und Problemen bei Brennstofflieferungen per Schiff.

Strommasten: Trockenheit macht Kraftwerken zu schaffen
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Strommasten: Trockenheit macht Kraftwerken zu schaffen


Berlin - Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) warnt vor Engpässen in der Versorgung mit Strom, sollte sich die Dürre der vergangenen Monate im Sommer fortsetzen. "Weitere extreme Trockenheit kann auf vielfache Weise die Stromversorgung gefährden", sagt Dena-Chef Stephan Kohler. So liefen schon jetzt viele Wasserkraftwerke nicht mit voller Leistung, weil in Flüssen und Seen weniger Wasser sei als normal.

Kohlekraftwerke seien auf die Anlieferung des Brennstoffs per Schiff angewiesen, der durch niedrige Pegelstände gefährdet sei. Zudem seien besonders französische Kernkraftwerke, aber auch viele deutsche Atomanlagen sehr anfällig bei einem Mangel an Kühlwasser aus Flüssen. Je wärmer das Flusswasser sei und je weniger davon zur Verfügung stehe, desto größer sei das Risiko, dass die Stromproduktion behindert werde.

Laut Deutschem Wetterdienst gehört dieses Frühjahr zu den trockensten seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen im Jahr 1881. Bisher zeigen sich Stromkonzerne wie RWE und E.on nicht alarmiert vom Wassermangel.

Zugespitzt ist die Lage auch, weil Deutschland aufgrund der Abschaltung von Atomkraftwerken zu Spitzenverbrauchszeiten immer wieder kurzfristig auf den Import von Strom aus Frankreich angewiesen ist. Sollten die dortigen Werke aus Wassermangel heruntergefahren werden, könnte das die Gefahr eines Zusammenbruchs des Stromnetzes erhöhen.

Energiemanager hatten zuletzt auch vor Stromausfällen gewarnt. Dagegen hatte die Bundesnetzagentur betont, sie sehe die Gefahr eines Blackouts in Deutschland vorläufig nicht. "Wir haben keine Probleme bei der Versorgung der Verbraucher", sagte der Chef der Behörde, Matthias Kurth. Die Netzbetreiber seien in der Lage, die verstärkt auftretenden Stresssituationen im Netz zu bewältigen.

In Deutschland stehen die sieben ältesten Atomkraftwerke vor dem endgültigen Aus. Die Umweltminister von Bund und Ländern hatten sich am Freitag darauf geeinigt, dass die sieben Meiler nicht mehr ans Netz gehen sollen.



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calido46 29.05.2011
1. AKWs
Zugespitzt ist die Lage auch, weil Deutschland aufgrund der Abschaltung von Atomkraftwerken zu Spitzenverbrauchszeiten immer wieder kurzfristig auf den Import von Strom aus Frankreich angewiesen ist.(SPON) Wir schalten unsere AKWs ab und kaufen dann Atomstrom aus dem Ausland.Na toll!Und gestern haben in D Atomkraftgegener den SOFORTIGEN Ausstieg aus der Kernenergie gefordert.Wie-bitteschön- soll das denn gehen? Dazu brauchen wir doch zuerst Alternatienergie, die aber im Moment in dem Ausmaß noch nicht verfügbar ist. Bei und wurde der Bau einer Biogasanlage per Bürgerentscheid auf Anregung der Grünen gestoppt,die damit ihre eigene Politik ad absurdum führen.Windräder, Biogasanlagen usw.,aber bitte nicht in unserem Ort!
Herr Bayer 29.05.2011
2. Die AKWs
bringen im nächsten Hitzesommer wegen Kühlwassermangel sehr wenig. Auch da drohen Blackouts.
Lennard Green 29.05.2011
3.
Soviel zum Thema "Versorgungssicherheit durch nicht-regenerative Energieträger"
blue.milla 29.05.2011
4. Unsere tägliche Warnung gib uns heute
Müssen wir nach den AKW-Beschlüssen eigentlich jeden Tag eine solche Warnung über uns ergehen lassen? Wenn die Situation tatsächlich so kritisch ist - was natürlich nur wenige Insider tatsächlich wissen(!) - wie wärs denn dann zur Abwechslung mal mit Tipps zum Sparen, zur Erhöhung der Energieeffizienz, zur Vermeidung von Spitzenlasten etc.? Das Getue der Energiesaurier geht mir auf den Zeiger.
Lochblech.19 29.05.2011
5. !
Ein zu schönes Bild: Der Atompolitiksumpf wird von der Natur ausgetrocknet.
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