Sportwagenfirma Aston Martin will trotz Brexit an die Börse

Nach sieben Pleiten feiert Aston Martin sein Comeback. Jetzt plant der durch James-Bond-Filme bekannte Sportwagenhersteller sogar den Gang an die Börse.

DPA

Der Autobauer Aston Martin erwägt den Gang an die Börse. Der Hersteller des aktuellen Lieblingsfahrzeugs von Filmheld James Bond will noch an diesem Mittwoch einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen britischen Behörde stellen, teilte das Unternehmen mit. "Wir können zeigen, dass der Brexit keine große Auswirkung auf uns hat", sagte Firmenchef Andy Palmer.

Geplant sei, dass kuwaitische und italienische Eigentümer Anteile verkaufen. Finanzexperten schätzen den Wert der Sportwagen-Ikone auf bis zu fünf Milliarden Pfund (5,5 Milliarden Euro).

Nachdem Jaguar, Bentley und Rolls-Royce von großen Autokonzernen übernommen worden sind, wäre Aston Martin nach Jahren wieder der erste britische Autobauer an der Londoner Börse. Zuletzt hatte 2015 mit dem italienischen Rivalen Ferrari in New York ein Autobauer den Börsengang gewagt.

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Aston Martin: Der Dienstwagen von James Bond

Aston Martin feiert nach dem finanziellen Zusammenbruch vor zehn Jahren derzeit sein Comeback unter Firmenchef Andy Palmer. Der frühere Nissan-Manager kam 2014 zu der Firma und krempelte die traditionsreiche Sportwagenmarke um. Hochpreisige neue Modelle wie der DB11 erfreuen sich großer Beliebtheit und ließen Produktionszahlen und Ergebnis des Konzerns wieder steigen.

Nach sechs verlustreichen Jahren hatte Aston Martin 2017 wieder Gewinne verbucht. Der Kultwagenhersteller war in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte sieben Mal insolvent und gehörte bis 2007 zum US-Autobauer Ford.

hej/Reuters/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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brux 29.08.2018
1. Hinweis
Aston Martin verbaut Mercedes Motoren und viele andere Teile, die in der EU zugekauft werden. Nach dem Brexit wird es also knapp mit den Profitmargen wegen des schwachen Pfunds und der Zölle, die sich die Briten ja bekanntlich selbst auferlegen wollen. Nach dem Brexit lohnt sich die Herstellung von Autos in GB nicht mehr. Die achte Pleite ist mit Ansage.
ramuz 29.08.2018
2. Ja.
Zitat von bruxAston Martin verbaut Mercedes Motoren und viele andere Teile, die in der EU zugekauft werden. Nach dem Brexit wird es also knapp mit den Profitmargen wegen des schwachen Pfunds und der Zölle, die sich die Briten ja bekanntlich selbst auferlegen wollen. Nach dem Brexit lohnt sich die Herstellung von Autos in GB nicht mehr. Die achte Pleite ist mit Ansage.
Und das wissen die momentanen orientalischen + kontinentaleuropäischen Eigentümer natürlich. Weshalb sie jetzt noch mal schnell Kasse machen wollen - nach Ihnen und nach dem März / April 2019 können dann gerne Kleinaktionäre die Schulden schultern und die - dann - Ramschpapiere mit auf die Toilette nehmen...
Artognou 29.08.2018
3. Sportwagen
Wer sich solch einen sehr teuren Wagen kaufen möchte und leisten kann, wird es auch trotz Brexit machen. Nur rettet das die britische Wirtschaft? Selbst wen das Unternehmen erfolgreich wäre, hilft das der großen Zahl der Beschäftigten? Oder fahren die nicht eher mit dem Sportwagen vor die Wand? Ich bin froh, wenn der ganze Brexit-Quatsch endlich ein Ende findet.
ambulans 29.08.2018
4. es
wäre nicht schlecht gewesen, daran zu erinnern, dass nach der letzten aston-insolvenz ein ehemaliger porsche-mann namens bez (sein vorname fällt mir gerade nicht ein) den laden gerettet hat und neue modelle (12-zyl. wie 8-zyl.) entwickeln ließ - die waren übrigens ziemlich erfolgreich. als er altersbedingt ausstieg, gabs nen ausverkauf an mercedes bzw. amg, die heutzutage wichtige teile (motoren, etc.) beisteuern. das sind keine wirklichen astons mehr, und ein firmenwert i.h.v. gewünschten 5 mrd. ist einfach nur illusorisch ...
rrv.vogt 29.08.2018
5. kein Elektro Martin erforderlich
denn auf den Flottenverbrauch brauchen die Insulaner wohl nicht zu achten?
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