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Trotz guter Zahlen Industrie-Giganten enttäuschen die Anleger

Autostadt in Wolfsburg: VW verkaufte im ersten Halbjahr 4,1 Millionen FahrzeugeZur Großansicht
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Autostadt in Wolfsburg: VW verkaufte im ersten Halbjahr 4,1 Millionen Fahrzeuge

Siemens, Bayer, BASF: Deutschlands große Industriekonzerne haben mit ihren jüngsten Geschäftszahlen die Anleger enttäuscht. Die Aktienkurse brechen ein. Selbst die Ergebnisse von VW kommen an der Börse nicht an. Und das obwohl der Autobauer seinen Gewinn mehr als verdreifacht hat.

Hamburg - Hohe Gewinne - und doch sinken die Aktienkurse. So erging es am Donnerstag gleich mehreren Giganten der deutschen Industrie, allen voran Volkswagen Stammaktien Chart zeigen. Der Autobauer hat im abgelaufenen zweiten Quartal glänzend verdient und seinen Gewinn mehr als verdreifacht. Unter dem Strich blieben 4,8 Milliarden Euro übrig. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch 1,4 Milliarden Euro gewesen.

An der Börse kamen die Zahlen trotzdem nicht gut an. Die VW-Aktie gab zeitweise um mehr als vier Prozent nach. Das Unternehmen habe die Erwartungen der Anleger nicht erfüllt, hieß es zur Begründung. Zudem resultiere ein Großteil des Gewinns nicht aus dem Autogeschäft, sondern aus der finanziellen Neubewertung von Aktienoptionen, die der Konzern im Rahmen der Übernahme von Porsche erworben hatte.

Anderen deutschen Industriekonzernen ging es am Donnerstag kaum besser: Der Aktienkurs des weltgrößten Chemieunternehmens BASF Chart zeigen brach zeitweise um fast sechs Prozent ein. Auch die Papiere von Bayer Chart zeigen und Siemens Chart zeigen gaben kräftig nach und drückten den Deutschen Leitindex Dax Chart zeigen ins Minus. So ist die Lage der Großkonzerne im Einzelnen:

  • BASF hat von April bis Juni zwar etwas mehr verdient als im Vorjahr. Der Gewinn kletterte von 1,2 auf 1,5 Milliarden Euro. An die Spitzenwerte des ersten Quartals kam der Konzern aber nicht heran. Die Anleger hatten mehr erwartet. Vorstandschef Kurt Bock gab sich trotzdem optimistisch. Im Gesamtjahr will er bei Umsatz und Ergebnis die Rekordwerte des Jahres 2010 deutlich übertreffen.
  • Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal zwar um mehr als 40 Prozent auf 747 Millionen Euro steigern. Die Anleger waren trotzdem nicht zufrieden: Die Aktie verlor zeitweise fast drei Prozent. Grund sei der nur leicht gestiegene Umsatz, hieß es an der Börse.
  • Der Industriekonzern Siemens spürt bereits das Abflauen der Weltkonjunktur und musste im abgelaufenen Geschäftsquartal einige Negativnachrichten verkraften. Der Gewinn sank entsprechend deutlich auf 501 Millionen Euro. Im selben Zeitraum 2010 hatte Siemens noch 1,4 Milliarden Euro verdient. Ein Grund für den starken Rückgang waren Entschädigungszahlungen an den französischen Areva-Konzern, weil Siemens aus dem gemeinsamen Atom-Programm ausgestiegen war. Der Aktienkurs sank am Donnerstag zeitweise um mehr als 2,5 Prozent.

stk/dpa/Reuters

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insgesamt 7 Beiträge
Ich sage: ohne Experten wäre die Welt glücklicher, friedlicher und weiser
Zitat von sysopSiemens, Bayer, BASF: Deutschlands große Industriekonzerne*haben mit ihren jüngsten Geschäftszahlen die Anleger enttäuscht. Die Aktienkurse brechen ein. Selbst die Ergebnisse von VW kommen an der Börse nicht an. Und das obwohl der Autobauer seinen Gewinn*mehr als verdreifacht*hat. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,777094,00.html
Ich sage: ohne Experten wäre die Welt glücklicher, friedlicher und weiser
Magnolie5 28.07.2011
Die deutschen Konzerne schlagen sich tapfer in/mit den Nachwehen der Finanzkrise, man muss nicht alles schlecht reden bzw. schreiben, Boersenanlegeger sollten sich von staendigen neuen Rekordzahlen der Unternehmen verabschieden, [...]
Die deutschen Konzerne schlagen sich tapfer in/mit den Nachwehen der Finanzkrise, man muss nicht alles schlecht reden bzw. schreiben, Boersenanlegeger sollten sich von staendigen neuen Rekordzahlen der Unternehmen verabschieden, es ist Zeit fuer ein gesundes Wachstum - Konzerne werden auch demnaechst Gewinne machen, wenn sie damit nicht die grenzenlose Gier mancher Anleger erfuellen, sollen diese sich doch bitte in den Immobilienmarkt fluechten und in 5 Jahren an die Boerse zurueckkehren!
sikasuu 28.07.2011
25% auf das Eigenkapital müssen schon drin sein. sonst lege ich mein Geld in Aktien von Joe's Laden an. . Diese mickerige Gewinn-Steigerung von 300% hätte man mindestens verdoppeln können, wenn man die Belegschaft zu 90% [...]
Zitat von sysopSiemens, Bayer, BASF: Deutschlands große Industriekonzerne*haben mit ihren jüngsten Geschäftszahlen die Anleger enttäuscht. Die Aktienkurse brechen ein. Selbst die Ergebnisse von VW kommen an der Börse nicht an. Und das obwohl der Autobauer seinen Gewinn*mehr als verdreifacht*hat. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,777094,00.html
25% auf das Eigenkapital müssen schon drin sein. sonst lege ich mein Geld in Aktien von Joe's Laden an. . Diese mickerige Gewinn-Steigerung von 300% hätte man mindestens verdoppeln können, wenn man die Belegschaft zu 90% entlassen ud Leiharbeiter/Hartz IVler/ Aufstocker eingestellt hätte. . Das muss man hier doch mal segen dürfen.:-)) . Gruss Sikasuu . Ps. Wer hier Ironie findet darf sie behalten :-) Pps. Schlimm wenn man Satire labeln muss!
maximixa 28.07.2011
schon mal was von gewinnmitnahme gehört? manch einer mag denken, diesmal gehöre er nicht zu den dummen, die brav warten, bis der schöne "buch"-gewinn von "wenigen" schlauen rechtzeitig eingestrichen wird.
schon mal was von gewinnmitnahme gehört? manch einer mag denken, diesmal gehöre er nicht zu den dummen, die brav warten, bis der schöne "buch"-gewinn von "wenigen" schlauen rechtzeitig eingestrichen wird.
Titmouse 28.07.2011
Und wie erklärt man, dass just am 28.Juli um 10:40 Uhr der Kursverfall einsetzte, bei allen genannten Unternehmen nahezu gleichzeitig? Die Quartalszahlen waren ja schon einige Tage bekannt. Das sieht eher nach äußeren, [...]
Zitat von sysopSiemens, Bayer, BASF: Deutschlands große Industriekonzerne*haben mit ihren jüngsten Geschäftszahlen die Anleger enttäuscht. Die Aktienkurse brechen ein. Selbst die Ergebnisse von VW kommen an der Börse nicht an. Und das obwohl der Autobauer seinen Gewinn*mehr als verdreifacht*hat.
Und wie erklärt man, dass just am 28.Juli um 10:40 Uhr der Kursverfall einsetzte, bei allen genannten Unternehmen nahezu gleichzeitig? Die Quartalszahlen waren ja schon einige Tage bekannt. Das sieht eher nach äußeren, unternehmens-unspezifischen Einflüssen aus, und die sollten die schlauen Wirtschaftsredakteure von SPON mal rausfinden.
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