Trotz Windows-Flaute: Microsoft scheffelt 5,8 Milliarden Dollar Gewinn

Mit einem Milliardengewinn hat Microsoft seine Gewinnversprechen im ersten Geschäftsquartal eingelöst. Vor allem Geschäftskunden brachten Umsatz, bei Trendprodukten kann der Konzern mit Konkurrent Apple nicht mithalten.

Microsoft-Logo auf einer Messe in den USA: Ordentlicher Gewinn Zur Großansicht
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Microsoft-Logo auf einer Messe in den USA: Ordentlicher Gewinn

Redmond - Firmenkunden haben Microsoft den Gewinn gerettet: Der Software-Konzern verdiente in seinem ersten Geschäftsquartal unterm Strich 5,8 Milliarden Dollar und damit sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Den Umsatz steigerte das Unternehmen zwischen Juli und September um sieben Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar.

Der Gewinnanstieg ging vor allem auf gute Verkäufe des Office-Pakets an Geschäftskunden zurück. Für das Betriebssystem Windows dagegen muss sich Microsoft Chart zeigen noch eine gute Strategie überlegen, denn es verliert an Bedeutung. Die Windows-Verkäufe legten lediglich um zwei Prozent zu und entwickelten sich damit im Gleichschritt mit den lahmen Verkäufen von PC-Computern, auf denen das Betriebssystem üblicherweise installiert ist.

Dem wichtigsten Produkt des Konzerns machen der Aufstieg von Tablet-Computern und Smartphones zu schaffen, auf denen oft andere Betriebssysteme laufen. Schärfster Konkurrent von Microsoft ist hier Apple Chart zeigen. Der Umsatz mit Windows war in den vergangenen drei Quartalen sogar zurückgegangen.

Millionenverlust im Online-Geschäft

Im direkten Vergleich mit Apple konnte Microsoft auch beim Quartalsgewinn nicht mithalten: Der Hersteller von iPhone und iPad hatte im gleichen Zeitraum 6,6 Milliarden Dollar und damit fast eine Milliarde mehr als Microsoft verdient.

Zwar werden immer noch deutlich mehr Windows-PC als Apple Mac-Computer verkauft. Microsoft fürchtet aber, dass die PC-Verkäufe immer weiter abflauen, während die Mac im Aufwind sind.

Eine Baustelle ist auch das Online-Geschäft mit der Suchmaschine Bing. Hier fuhr Microsoft einen Verlust von 494 Millionen Dollar ein, immerhin stieg der Umsatz. Microsoft hat sich mit dem Internetpionier Yahoo gegen Google verbündetund pumpt riesige Summen in das Geschäft.

Neben der Büro-Software Office laufen laut dem Konzern besonders die Cloud-basierten Programme und Dienste gut, bei denen die Daten auf leistungsstarken Zentralrechnern etwa im Internet liegen und von den Arbeitsplatz-Computern nur bei Bedarf abgerufen werden.

mmq/Reuters/dpa-AFX

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1. Konkurrenz ist gut
Heinstein 21.10.2011
Zitat von sysopMit einem Milliardengewinn hat Microsoft seine Gewinnversprechen im ersten Geschäftsquartal eingelöst. Vor allem Geschäftskunden brachten Umsatz, bei Trendprodukten aber kann der Konzern mit Konkurrent Apple nicht mithalten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793131,00.html
Der größte Konkurrent von Microsoft ist nicht Apple sondern Google mit dem Betriebssystem Android für Smartphones und einigermaßen bezahlbar im Gegensatz zu Apple wo man hauptsächlich den Namen zahlt. Schon mal die Zuwachsraten von Android angeschaut ? Im Gegensatz zu Windows phone was so vor sich hindümpelt...zurecht. Leider gibt mein S45 :) grad seinen Geist auf und da die wichtigste Entscheidung bei Handys nicht der Hersteller des Handys sondern die Wahl des Betriebssystems ist, läuft wohl alles auf ein Samsung-Nexus-Galaxy-irgendwas hinaus. Wobei Nokia stabile Metallgehäuse anbietet, was auch nicht schlecht ist...aber leider auf das dem Untergang geweihte Pferd "Symbion" setzt.
2. ...
Peter Werner 21.10.2011
Zitat von sysopMit einem Milliardengewinn hat Microsoft seine Gewinnversprechen im ersten Geschäftsquartal eingelöst. Vor allem Geschäftskunden brachten Umsatz, bei Trendprodukten aber kann der Konzern mit Konkurrent Apple nicht mithalten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793131,00.html
Dies war meines Wissens auch nie der Anspruch von Microsoft. Die Herstellung von "Trendprodukten" hat man gerne der Konkurrenz überlassen. Windows und Office sind nach wie vor Gelddruckmaschinen - warum sollte dieses Geschäftsfeld nicht weiterhin Kern von Mircosoft bleiben? Trendprodukte kommen, Trendprodukte gehen. Windows gibt es schon seit ca. 20 Jahren, Office gefühlt ebenso lange. Und es verkauft sich nach wie vor prächtig. Irgendwie scheinen diese Produkte, trotz aller Kritik, nach wie vor den Bedarf der Kunden zu decken.
3. Quatsch
bvdlinde 21.10.2011
...obwohl ich Apple-User bin (PC) ist es doch quatsch zu behaupten, dass die Tablet-Manie an den Windows verkaeufen knabbert. Und dass Apple bei einem Marktanteil von ca. 6% Microsoft "unter Druck" bringt, ist total uebertrieben. Ganz im Gegenteil: Obwohl Microsoft in den letzten Jahren was Innovationen angeht gepennt hat, sollte man die Macht eines solchen Konzerns nicht unterschaetzen. Kommt eine Wondows-Version raus, die sich so gut anfuehlt wie das IOS oder das MacOS dann geht es Apple an den Kragen.
4. -
PZF85J 21.10.2011
Zitat von sysopMit einem Milliardengewinn hat Microsoft seine Gewinnversprechen im ersten Geschäftsquartal eingelöst. Vor allem Geschäftskunden brachten Umsatz, bei Trendprodukten aber kann der Konzern mit Konkurrent Apple nicht mithalten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793131,00.html
"Microsoft *scheffelt* 5,8 Milliarden Dollar Gewinn" "Scheffelt"? Was soll das? Warum einen Artikel gleich in der Überschrift mit einer negativen Wortwahl belegen. "Macht Gewinn" ist neutraler und sagt dasselbe aus. Die einzige deutsche Publikation, die noch halbwegs auf eine vernünftige Sprache achtet, ist die FAZ. Aber seitdem Gelder in die Staatskassen "gespült" werden, geht's auch dort bergab.
5. Titel
EmmetBrown 21.10.2011
Zitat von Peter WernerDies war meines Wissens auch nie der Anspruch von Microsoft. Die Herstellung von "Trendprodukten" hat man gerne der Konkurrenz überlassen. Windows und Office sind nach wie vor Gelddruckmaschinen - warum sollte dieses Geschäftsfeld nicht weiterhin Kern von Mircosoft bleiben? Trendprodukte kommen, Trendprodukte gehen. Windows gibt es schon seit ca. 20 Jahren, Office gefühlt ebenso lange. Und es verkauft sich nach wie vor prächtig. Irgendwie scheinen diese Produkte, trotz aller Kritik, nach wie vor den Bedarf der Kunden zu decken.
Und was ist mit der X-Box und Peripherie-Schnickschnack?
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Microsoft: Von Flops in Serie und ganz großen Erfolgen

Marktanteile der Tech-Riesen
Suchmaschinen (Desktop)
Google 75,68%
Baidu 11,95%
Yahoo 5,92%
Bing 4,24%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Suchmaschinen (Mobil)
Google 88,35%
Yahoo 6,63%
Baidu 3,34%
Bing 1,08%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Desktop)
Microsoft Internet Explorer 58,35%
Firefox 23,72%
Chrome (Google) 11,50%
Safari (Apple) 4,15%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Mobil)
Safari (Apple) 54,03%
Opera Mini 21,42%
Android Browser 12,74%
Symbian 6,89%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Desktop)
Windows 91,92%
Mac 6,92%
Linux 1,16%
*weltweit, erhoben auf der Webbrowser-Angabe zum user-agent Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Mobil)
Android (Google) 49,7
iOS (Apple) 30,1
Symbian 6,9
RIM 2,1
Nokia 1,8
andere 9,4
Marktanteil an Smartphone-Betriebsystemen im März 2011 in Deutschland (%). Quelle: InMob Mobile Insights, Basis der Auswertung sind 518,7 Millionen inMobi-Werbeeinblendungen auf Mobilgeräten in Deutschland im März 2011 und 470,3 Millionen Werbeeinblendungen im Januar
Werbung
Umsatz gesamt* Umsatz Google* Anteil Google (in %)
Internet 72,842 36,531 50,15
Magazine 43,122 0
TV 184,29 0
Zeitungen 91,495 0
gesamt 458,385 36,531 7,97
*Werbeumsätze 2011, weltweit in Mrd. Dollar, veröffentlicht von ZenithOptimedia 15. März 2012, Googles Werbeumsatz im Jahr 2011
Webnutzer
Angebot Unique Visitors (Mio.) Ø-Stunden
Webnutzer gesamt 366,8 26,75
Google 333,4 3.,14
Microsoft 270,8 3,22
Facebook 240,0 5,43
Wikimedia 161,3 0,22
Yahoo 141,0 1,23
eBay 107,6 0,99
Amazon 91,4 0,27
Top 30 Online Portale in Europa nach Gesamtzahl der Unique Visitors. Mai 2011, Internetnutzer in Europa, Alter 15+, Zuhause und am Arbeitsplatz; Quelle: comScore Media Metrix