Lira-Verfall Anleger verkaufen massenhaft türkische Bankaktien

Die Istanbuler Börse hat weiter unter dem Druck des Lira-Verfalls nachgegeben. Die Aktien der türkischen Banken brachen um bis zu 14 Prozent ein.

Börse in Istanbul
SEDAT SUNA/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Börse in Istanbul


Anleger haben sich am Montag massiv aus Aktien türkischer Banken zurückgezogen. Die Papiere der drei führenden Geldhäuser Yapi Kredi, Akbank und Isbank brachen um bis zu 14 Prozent auf mehrjährige Tiefststände ein. Wegen zu vieler Verkäufe wurde der Handel zeitweise ausgesetzt.

Der Branchenindex der türkischen Banken, in dem 13 Geldhäuser zusammengefasst sind, sackte um bis zu zwölf Prozent auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren ab. Der Leitindex der Börse in Istanbul büßte 4,1 Prozent auf 91.040 Zähler ein.

Hintergrund der stark fallenden Kurse der türkischen Banken ist der dramatische Wertverlust der Lira. Zeitweise kostete ein Dollar mit 7,24 Lira am frühen Morgen so viel wie noch nie. Seit Jahresanfang verlor die türkische Währung mehr als 40 Prozent an Wert. Zuletzt hatte der Streit zwischen der Türkei und den USA den dramatischen Wertverfall der türkischen Lira beschleunigt.

Die Investmentbank Goldman Sachs warnt davor, eine weitere Abschwächung der Lira könnte die Kapitalpuffer der türkischen Banken dramatisch verringern. Nachdem die türkische Zentralbank am Montag den Geldinstituten des Landes eine ausreichende Liquiditätsversorgung versprach, erholte sich der Lira-Kurs leicht. Die Zentralbank kündigte zudem an, sie werde den Markt und die Preisbildung genau beobachten und alle notwendigen Schritte ergreifen, um die Finanzstabilität zu sichern.

cop/Reuters/dpa

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