Kreditsperre Türkische Banken sollen Gülen-Firmen austrocknen

Die türkische Regierung geht weiter gegen Anhänger des Predigers Fethullah Gülen vor. Nun fordern die Behörden Banken auf, keine Kredite mehr an Gülen nahestehende Firmen zu vergeben.

Bankenviertel in Istanbul
DPA

Bankenviertel in Istanbul


Die türkische Regierung legt Banken nahe, die Finanzierung von Unternehmen mit Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen einzustellen. Darüber spreche man mit den Kreditinstituten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Simsek im Fernsehsender TRT Haber.

Laut Simsek handelt es sich um wenige Hundert Firmen. Das Vorgehen werde auf die Wirtschaft insgesamt keinen Einfluss haben.

Die Regierung wirft dem im US-Exil lebenden Gülen vor, hinter dem Putsch im Juli zu stehen. Der Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und den versuchten Staatsstreich verurteilt.

Medienberichten zufolge setzten die Behörden unterdessen ihre sogenannten Säuberungsaktionen offensichtlich fort. Im Zusammenhang mit regelwidrigen Überprüfungen seien 29 Ermittler der Bankenaufsicht BDDK festgenommen worden. Ziel der Überprüfungen waren dem türkischen Sender NTV zufolge eine regierungsnahe Stiftung und Geschäftsleute, die Erdogan nahestehen.

Erst am Donnerstag hatte die Regierung Vermögen von mutmaßlichen Gülen-Anhängern beschlagnahmt. 187 Geschäftsleute waren von der Aktion betroffen. Ihnen wird vorgeworfen, Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen zu haben, den die Türkei für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich macht.

msc/Reuters

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