TÜV-Mängelliste Prüfer warnen vor gefährlichen Aufzügen

Defekte Türen, verschlissene Tragseile oder mangelhafte Befestigungen - die Sicherheit von Aufzügen lässt laut einer TÜV-Untersuchung deutlich nach. Nicht einmal ein Drittel der 450.000 Lifte bestand den Test.

Aufzug: Nicht mal ein Drittel der geprüften Fahrstühle war ohne Mängel
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Aufzug: Nicht mal ein Drittel der geprüften Fahrstühle war ohne Mängel


Berlin - Der TÜV bemängelt die Sicherheit von Aufzügen. In einem aktuellen Report heißt es: "Entwarnung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Das Sicherheitsniveau bei Aufzügen in Deutschland sinkt kontinuierlich und war 2012 sogar noch geringer als die Jahre zuvor." Auch das, was folgt, macht wenig Lust aufs Liftfahren: 4700 der geschätzt rund 700.000 Fahrstühle in Deutschland mussten die Prüfer demnach stilllegen. "Ich würde heute nicht mehr sagen: Der Fahrstuhl ist das sicherste Transportmittel", sagte Dieter Roas, der Fachmann des Verbands der Technischen Überwachungsvereine (VdTüv).

Nicht einmal ein Drittel der 2012 geprüften Aufzüge sei mängelfrei gewesen. Die Mehrzahl der Mängel war nach den Zahlen jedoch geringfügig. Knapp zehn Prozent stuften die Prüfer jedoch als sicherheitserheblich ein. Roas sprach von einer besorgniserregenden Zahl, zu der auch Reparaturpfusch beitrage. Häufig funktioniere auch die Notrufweiterleitung nicht. Weitere Beispiele sind verschlissene Fahrkorbfuhrungen oder Tragseile, mangelhafte Befestigungen von Traggerüsten oder defekte Schachttüren.

4700 der geprüften Fahrstühle galten als so gefährlich, dass sie stillgelegt wurden. Einen Gesamtüberblick hat der TÜV nicht: 250.000 Aufzüge würden nicht, wie vorgeschrieben, jährlich zur Überprüfung gemeldet.

Neben Aufzügen hatte der TÜV auch Tankstellen überprüft. Dort fanden die Experten nur in knapp 55 Prozent der Fälle keine Mängel - ein Beispiel wäre Explosionsgefahr wegen ungeeigneter Keilriemen an Pumpen oder falsche Füllstandsmesssonden in Tanks. Vor zwei Jahren waren noch nahezu 70 Prozent mängelfrei. Gefährliche Mängel fanden die Prüfer jedoch nur an neun Tankstellen. Die Betreiber reagierten schnell und umfangreich, heißt es im Anlagensicherheits-Report des TÜV.

yes/dpa



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insgesamt 14 Beiträge
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Tungay 18.04.2013
1. Abzocke
Das prüfen von Aufzügen ist wohl eine der geilsten Abzockerfindungen die je geschaffen wurden. Die Rechnungen sind sehenswert. Ich wohne in einem Haus mit Glasaufzügen, die Technik ist neu und simpel, die Sicherheit ist IMMER durch Fangsysteme gegeben wenn Bremsen versagen. Was der TüV kassiert um diese simple Elektromechanik zu kontrollieren ist pervers. Dazu kommt dann noch ein kooperierender Beauftragter des Herstellers, der vor Ort assistiert, die beiden gemeinsam packen sich ganz entspannt diverse Hunderte in die Taschen für einmal draufgucken und ein bisschen testen.
happy2010 18.04.2013
2.
Zitat von TungayDas prüfen von Aufzügen ist wohl eine der geilsten Abzockerfindungen die je geschaffen wurden. Die Rechnungen sind sehenswert. Ich wohne in einem Haus mit Glasaufzügen, die Technik ist neu und simpel, die Sicherheit ist IMMER durch Fangsysteme gegeben wenn Bremsen versagen. Was der TüV kassiert um diese simple Elektromechanik zu kontrollieren ist pervers. Dazu kommt dann noch ein kooperierender Beauftragter des Herstellers, der vor Ort assistiert, die beiden gemeinsam packen sich ganz entspannt diverse Hunderte in die Taschen für einmal draufgucken und ein bisschen testen.
Schde das Sie sich nicht auskennen. Sicherheit durch moderne Fangsysteme ist ohne Wartung eben nicht gegeben Zum zweiten: Wer in ein Haus mit Aufzug einzieht, bewohnt , vermietet hat eben die Kosten für diese Aufzüge mit zu kalkulieren. Schließlich bedeuten Aufzüge auch Mehreinnahmen Und wer wissen will ob der TÜV bei Aufzügen (ader allgemein) sinnvoll ist, dem sei einmal ein längerer Aufenthalt in Südfrankreich empfohlen (am besten wenn man Kinder hat) ich bin sicher, das man den TÜV nahezu täglich vermissen wird
Reiner_Habitus 18.04.2013
3.
Zitat von TungayDas prüfen von Aufzügen ist wohl eine der geilsten Abzockerfindungen die je geschaffen wurden. Die Rechnungen sind sehenswert. Ich wohne in einem Haus mit Glasaufzügen, die Technik ist neu und simpel, die Sicherheit ist IMMER durch Fangsysteme gegeben wenn Bremsen versagen. Was der TüV kassiert um diese simple Elektromechanik zu kontrollieren ist pervers. Dazu kommt dann noch ein kooperierender Beauftragter des Herstellers, der vor Ort assistiert, die beiden gemeinsam packen sich ganz entspannt diverse Hunderte in die Taschen für einmal draufgucken und ein bisschen testen.
Ich hatte mal das Vergnügen in einem Aufzug zu sein, bei dem das völlig verschlissene Tragseil von der Rolle gesprungen ist. Geht dann erstmal 1-2 Meter in die tiefe. Den Schock wollen sie nicht erleben. Die 2 Stunden bis zur Rettung auf 0,75 m^2 auch nicht
Lonsinger 18.04.2013
4. Wen warnt der TÜV?
Der TÜV wird wohl seine Mitarbeiter im technischen Außendienst warnen. Oder meint er die Menschen die einen Fahrstuhl benutzen? Er soll seine Pflicht tun, dann ist alles in Ordnung, verschlissene Seile zeugen von gefährlichem Wegsehen bei der vorangegangenen Prüfung.
happy2010 18.04.2013
5.
Zitat von TungayDas prüfen von Aufzügen ist wohl eine der geilsten Abzockerfindungen die je geschaffen wurden. Die Rechnungen sind sehenswert. Ich wohne in einem Haus mit Glasaufzügen, die Technik ist neu und simpel, die Sicherheit ist IMMER durch Fangsysteme gegeben wenn Bremsen versagen. Was der TüV kassiert um diese simple Elektromechanik zu kontrollieren ist pervers. Dazu kommt dann noch ein kooperierender Beauftragter des Herstellers, der vor Ort assistiert, die beiden gemeinsam packen sich ganz entspannt diverse Hunderte in die Taschen für einmal draufgucken und ein bisschen testen.
Schde das Sie sich nicht auskennen. Sicherheit durch moderne Fangsysteme ist ohne Wartung eben nicht gegeben Zum zweiten: Wer in ein Haus mit Aufzug einzieht, bewohnt , vermietet hat eben die Kosten für diese Aufzüge mit zu kalkulieren. Schließlich bedeuten Aufzüge auch Mehreinnahmen Und wer wissen will ob der TÜV bei Aufzügen (ader allgemein) sinnvoll ist, dem sei einmal ein längerer Aufenthalt in Südfrankreich empfohlen (am besten wenn man Kinder hat) ich bin sicher, das man den TÜV nahezu täglich vermissen wird
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