Kriselnder Kurznachrichtendienst Twitter streicht offenbar weitere Jobs

Erneut schlechte Nachrichten von Twitter: Der Kurznachrichtendienst plant laut einem Bericht den Abbau von 300 Stellen - das sind acht Prozent der Jobs.

Twitter-App
Andrew Gomert, dpa

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Der schwächelnde Kurznachrichtendienst Twitter plant einem Agenturbericht zufolge, rund 300 Arbeitsplätze zu streichen. Der Abbau der Jobs - acht Prozent der Belegschaft - könnte vor der Vorstellung der Quartalszahlen am Donnerstag bekanntgegeben werden, meldete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Zugleich könnten sich die genauen Zahlen noch ändern, hieß es einschränkend unter Berufung auf informierte Personen. Eine Twitter-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Erst vor gut einem Jahr, als der Mitgründer Jack Dorsey die Leitung des Unternehmens übernahm, hatten ebenfalls rund acht Prozent der Beschäftigten gehen müssen. In diesem September kündigte Twitter den Abbau von Stellen und den Stopp der Arbeiten an einem seiner Entwicklungszentren im indischen Bangalore an. Während Dorseys einjähriger Amtszeit hat sich der Börsenwert des Unternehmens nahezu halbiert.

Die Zukunft von Twitter ist ungewiss, seitdem der Softwarekonzern Salesforce.com erklärt hat, kein Angebot für eine Übernahme abgeben zu wollen. Zuvor hatten Medienberichten zufolge auch Google, Microsoft, Apple und Walt Disney Interesse, Twitter zu kaufen. Das Wachstum des einstigen Internet-Stars ist ins Stocken geraten, die Zahl der Nutzer stagniert. Im vergangenen Quartal erzielte Twitter das geringste Umsatzplus seit dem Börsengang im November 2013.

scf/Reuters/dpa

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