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Medienbericht: Twitter plant angeblich Stellenabbau

Twitter-Chef Jack Dorsey: Muss das Unternehmen für Investoren attraktiver machen Zur Großansicht
REUTERS

Twitter-Chef Jack Dorsey: Muss das Unternehmen für Investoren attraktiver machen

Twitter könnte einem Bericht zufolge schon in der kommenden Woche Mitarbeiter entlassen. Tatsächlich steht Firmenchef Jack Dorsey unter Druck, das Unternehmen endlich profitabel zu machen.

Bei Twitter wird es einem Bericht zufolge Entlassungen geben. Zwar sei das Ausmaß noch nicht bekannt, aber der Stellenabbau werde voraussichtlich alle Bereiche des in San Francisco ansässigen Unternehmens betreffen, schreibt die Fach-Website "Recode" und beruft sich auf "mehrere Quellen". Der Schritt sei für die kommende Woche geplant.

Auch Ingenieure würden wahrscheinlich betroffen sein, die rund die Hälfte der Belegschaft von etwa 4100 Angestellten bei Twitter ausmachten. Twitter wollte den Bericht nicht kommentieren und sprach lediglich von Gerüchten und Spekulationen.

Mitgründer Jack Dorsey war gerade erst wieder zum ständigen Chef des Unternehmens ernannt worden. Er steht unter Druck, das Unternehmen endlich profitabel und für Investoren attraktiver zu machen - bislang schreibt Twitter tiefrote Zahlen.

Das Wachstum des Diensts hat sich seit seinem sensationellen Start im Jahr 2006 deutlich verlangsamt. Twitter hat damit zu kämpfen, seine Nutzer-Gemeinschaft von über 300 Millionen Menschen auszubauen. Deshalb hat sich in letzter Zeit nicht nur in der Führungsetage einiges getan: Twitter experimentiert mit verschiedenen Neuerungen, von Gruppenchats bis zur Einführung von Kauf-Buttons, mit denen man direkt vom Tweet aus einkaufen kann.

Die vielen plötzlichen Neuerungen lassen ahnen, wie dringend die Firma nach einer breiteren Nutzerschaft und vor allem zusätzlichen Erlösquellen sucht.

juh/dpa/afp

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1. Neuerungen
shanda 10.10.2015
Die Neuerungen sind imho Teil des Problems, die wirken zu vielfältig, konzeptlos und zu weit vom Kerngedanken weg. Ich akzeptiere, das Finanzierungsquellen (Werbung) notwendig sind, um diesen wundervollen Dienst aufrecht zu erhalten, Nutzergebühren würden den Dienst seiner Basis berauben. Aber selbst bei der Werbung stellt sich Twitter völlig dappig an. Ich hoffe, dass sie eine Lösung finden, ich möchte Twitter nicht mehr missen, es schlägt andere "soziale Medien"-Plattformen mit seinem Kerngedanken um Längen.
2. Keine Überraschung
hanswurst3838 10.10.2015
Für mich war es bereits ein Wunder, dass Facebook profitabel wurde - würde mich nicht wundern, wenn die Zahlen dort geschönt sind und bald das böse Erwachen kommt. Schließlich bieten sowohl Facebook und erst recht Twitter keine nennenswerte Dienstleistung an. Beide schwimmen nur auf einem Trend, dass sie hipp sind (oder waren) und für eine Zeit bestimmte Leute unbedingt dabei sein wollten. Aber jeder Trend geht mal vorbei.
3.
harryholdenwagen 10.10.2015
Twitter vergrault mit ihren Neuerungen die alten Twitterer um neue Twitterer zu bekommen. Die Facebookiesierung nervt. Twitter verliert immer mehr den Gedanken, der hinter Twitter steht. Schade
4. Nichts kann umsonst sein
rmuekno 10.10.2015
Egal ob einzelner Mensch oder Firma ohne Geld geht nichts. Twitter muss Mitarbeiter bezahlen, viele teuere Server betreiben, Strom bezahlen etc. das geht schnell mal in die Millionen, nur damit irgendwelcher Mist per Tweed an irgendwelche Follower verteilt wird. Ich will damit nicht in Abrede stellen, dass dabei auch viel sinniges verteilt wird und manche Revolutionen wie der arabische Frühling erst ermöglicht wurden. Ich bin kein Twitter Nutzer, aber denke trotzdem, dass das meiste getwittere eher Selbstdarstellung ist. Twitter als schneller Nachrichtendienst, ja gerne. Aber dann ging das auch mit bezahlen wie bei Whatsapp, 1. Jahr kostenlos, dann geringe Jahresgebühr. Notfalls auch noch etwas Werbung, nur auch die Werbegelder sind endlich und wenn mehr und mehr Dienste sich darüber finanzieren, werden die Kuchenstücke kleiner. D.h. Twitter muss schnellstens ein tragfähiges Geschäftskonzept finden oder es ist weg vom Fenster. Mit dem aktuellen herumgeeiere wird es aber nicht klappen.
5.
clausde 10.10.2015
Investoren wollen Erlöse sehen? Da hilft nur ein Börsengang um sich Kapital zu beschaffen und die Startup-Investoren auszubezahlen. Dann kann man weiterwurschteln mit halbgaren Konzepten. Bevor die Aktionäre auf die Barrikaden gehen, nutzt man bitte noch die Möglichkeiten die man hat. Zersplitterung des Unternehmens, neue Aktiengänge, Verkauf von Liegenschaften etc. etc. So was kann eine Zeit lang gut gehen. Auch ohne wirklich aus den roten Zahlen zu kommen. Denn eines ist klar, mit Twitter kann man so kein Geld verdienen. Twitter darf nichts kosten. Und Werbung auf Twitter ist ja wohl Igitt. Also verabschieden wir uns geistig von Twitter. In fünf bis zehn Jahren geht Twitter in die Internet-Vergangenheit ein, wenn nicht noch ein revolutionär neues System implementiert wird.
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