Kurznachrichtendienst Twitter plant offenbar Schließung seines Berliner Büros

Der geplante Umbau bei Twitter trifft offenbar auch Mitarbeiter in Deutschland. Nach einem Medienbericht will das Unternehmen sein Berliner Büro schließen.

Twitter-App
Andrew Gomert, dpa

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Seit 2012 hat Twitter ein Büro in der Hauptstadt, erst im Januar wurde es erweitert. Nun aber soll es geschlossen und ein Großteil der Mitarbeiter in Deutschland entlassen werden. Das berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung". Am Standort Hamburg will Twitter demnach weiter vertreten sein. Ein Sprecher von Twitter Deutschland habe sich auf Anfrage nicht äußern wollen.

Bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es neun Prozent seiner weltweiten Stellen abbauen werde. Twitter beschäftigte zuletzt weltweit 3860 Mitarbeiter. Am selben Tag gab der Kurznachrichtendienst bekannt, dass er seine beliebte Video-App Vine einstellt.

Von Juli bis September verbuchte Twitter ein Minus von 103 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 132 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der vor allem mit Werbung erzielte Umsatz stieg um acht Prozent auf 616 Millionen Dollar.

Der vor zehn Jahren gegründete Internetdienst hat noch nie Gewinn gemacht. Die Nutzerzahlen steigen zudem mittlerweile nur noch langsam. Für das dritte Quartal meldete Twitter 317 Millionen monatlich aktive Nutzer - eine geringe Steigerung nach 313 Millionen im zweiten Quartal.

asa



insgesamt 6 Beiträge
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goodcharlotte 28.10.2016
1. Ich verstehe es nicht
Twitter ist mit die schönste Sache der Welt: der Austausch von Gedanken. Gedanken Essenzen. Man liegt mit Haarkur im Haar auf dem Sofa und diskutiert mit jemandem in den USA, Syrien oder der Türkei. Man lernt Menschen auf der ganzen Welt kennen, noch besser: ihre Gedanken, ihre Ideen, ihre Sichtweisen. Mit den richtigen Hastags oder Listen kommen Anregungen und Bildung frei Haus, so viel man will, die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, es auszuschalten. Gut, seit Pegida und AFD leidet das Niveau und man lernt leider auch bodenlose Dummheit und grenzenlosen Hass kennen. Aber auch die Gedanken des Packs sind nun mal Bestandteil dieser Welt. Es wäre ein großer Verust, wenn diese wunderbare Plattform nicht weiter existieren würde.
wauz 28.10.2016
2. Ein Datenkrake weniger
Twitter hat den Zenit überschritten - ohne je Gewinn gemacht zu haben. Das bedeutet, dass dieser "service" bald dicht gemacht wird. Ich weiß nicht, wie es anderen ergeht, aber ich werde Twitter nicht vermissen.
seb.mazur@googlemail.com 29.10.2016
3. at1
man kann sich auch ohne twitter informieren und ich glaube um einiges genauer. also ich für meinen teil weine twitter keine träne nach. ich hoffe noch insgeheim auf ein verschwinden von facebook.
marian1886 29.10.2016
4. Nur zu Twitter!
Am besten den sogenannten Nachrichten Dienst komplett auflösen, nur wenige würden ihn vermissen.
hobbypsychologe 29.10.2016
5. Alter Hut
Seht es doch endlich ein, die Facebook, Twitter, YouTube Welle ebbt ab und wird auch nicht mehr wieder kommen! Die nächsten Plattformen kommen, zurück bleiben alte Leute im Jugendwahn. Schöne Grüße H.P.
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