Kriselnder Kurznachrichtendienst Twitter streicht fast jede zehnte Stelle

Twitter wächst kaum noch und streicht deswegen Hunderte Stellen. Die Aktie des Unternehmens legt dennoch zu.

Twitter-Nutzer
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Der defizitäre Kurznachrichtendienst Twitter baut neun Prozent seiner weltweiten Stellen ab. Das teilte das Unternehmen bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen mit. Ziel des Umbaus sei es, "2017 Richtung Rentabilität zu kommen", sagte Finanzchef Anthony Noto. Twitter beschäftigte zuletzt weltweit 3860 Mitarbeiter. Schon im Vorfeld war bekannt geworden, dass das Unternehmen rund 300 Jobs streichen würde.

Von Juli bis September verbuchte Twitter ein Minus von 103 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 132 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der vor allem mit Werbung erzielte Umsatz stieg um acht Prozent auf 616 Millionen Dollar.

Der vor zehn Jahren gegründete Internetdienst hat noch nie Gewinn gemacht. Die Nutzerzahlen steigen zudem mittlerweile nur noch langsam. Für das dritte Quartal meldete Twitter 317 Millionen monatlich aktive Nutzer - eine geringe Steigerung nach 313 Millionen im zweiten Quartal.

An der Börse kamen die jüngsten Zahlen dennoch gut an. Die Twitter-Aktie legte im vorbörslichen Handel knapp vier Prozent zu, da die Zahlen über den Analystenerwartungen lagen.

Zuletzt hatte es anhaltende Spekulationen über eine Übernahme des Unternehmens gegeben. Dabei waren viele prominente Namen im Spiel, darunter die Technologieriesen Apple und Microsoft, der Cloud-Anbieter Salesforce, der Telekommunikationskonzern Verizon und der Medienkonzern Disney. Mit der Google-Mutter Alphabet und mit Salesforce gab es auch Gespräche, doch bislang blieben alle Verhandlungen ergebnislos. Salesforce teilte mit, Twitter passe nicht ins Portfolio.

asa/AFP/AP/Reuters



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