Soziales Netzwerk Twitter befreit sich aus der Krise

Twitter macht das zweite Quartal in Folge Gewinne. Investoren sind dennoch verunsichert.

Twitter-Logo auf einem Bildschirm in der New Yorker Börse
AP

Twitter-Logo auf einem Bildschirm in der New Yorker Börse


Der bis vor kurzem verlustreiche Kurznachrichtendienst Twitter hat sich im zweiten Quartal in Folge in den schwarzen Zahlen gehalten. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 61 Millionen Dollar übrig, nach einem Verlust von rund 61,6 Millionen ein Jahr zuvor. Im Schlussquartal 2017 hatte Twitter mit einem Gewinn von 91 Millionen Dollar zum ersten Mal überhaupt schwarze Zahlen geschrieben.

Twitter konnte auch einen spürbaren Zuwachs bei der Nutzerzahl verbuchen. Mindestens einmal im Monat waren 336 Millionen Nutzer aktiv - in den vorherigen drei Monaten hatte die Zahl noch bei 330 Millionen stagniert. Dieses Wachstum entstand vor allem außerhalb der USA mit einem Sprung auf 267 Millionen Nutzer. Im Heimatmarkt hängt Twitter hingegen seit über einem Jahr bei derselben Anzahl an Nutzern fest.

Mehr Live-Videos

Twitter-Aktien profitierten hingegen nicht lange von den guten Resultaten: Die Aktien der Firma rutschten um fast vier Prozent ins Minus. Denn Finanzchef Ned Segal warnte, dass die kommenden Quartale schwieriger werden dürften.

Twitter-Chef Jack Dorsey will Twitter stärker auf aktuelle Ereignisse samt Live-Videos ausrichten. "Unsere Kernaufgabe ist es, Menschen zu informieren", sagte er. Die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft sieht Dorsey als Chance, Nutzer mit Informationen rund um das Geschehen anzulocken. In Zukunft solle auch Videowerbung eine größere Rolle spielen.

Es noch zu früh, den finanziellen Effekt der EU-Datenschutzverordnung auf das Geschäft abzuschätzen, teilte das Unternehmen mit. Die neuen Regeln, die schärfere Auflagen für Sicherheit und Transparenz vorsehen, greifen ab dem 25. Mai. Auch im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen extremistische Inhalte auf der Plattform werde die Zahl der Mitarbeiter in diesem Jahr um 10 bis 15 Prozent steigen, hieß es. Ende 2017 hatte Twitter rund 3300 Beschäftigte.

hej/dpa-AFX

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