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Fahrdienst-Vermittlung: Uber startet Taxi-Plattform in Deutschland

Uber-App auf Smartphone: Start in Berlin und Hamburg Zur Großansicht
REUTERS

Uber-App auf Smartphone: Start in Berlin und Hamburg

Versucht Uber, den Streit mit der deutschen Taxi-Branche zu entschärfen? Das US-Unternehmen führt seine Vermittlerplattform für Taxis auch in Deutschland ein.

Berlin - Der Fahrdienstvermittler Uber geht auf das deutsche Taxi-Gewerbe zu. Die US-Firma führt auch in Deutschland seine Plattform Uber Taxi ein, über die Taxi-Firmen ihre Dienste anbieten können. Das Angebot solle in Berlin und Hamburg starten und dann auf weitere Städte in Deutschland ausgeweitet werden. Bislang bietet das Unternehmen seine Taxi-Plattform unter anderem in London und New York an.

Mit der Branche liegt Uber derzeit wegen seiner anderen Plattformen im Streit. Die angestammten Taxi-Betriebe halten vor allem das App-Angebot Uber Pop für nicht gesetzeskonform, bei dem Fahrten mit privaten Fahrern angeboten werden. Sie argumentieren, Uber-Fahrer besäßen keine Genehmigung zur Personenbeförderung und ihre Fahrzeuge seien nicht entsprechend versichert.

Mit der Taxi-Plattform tritt Uber nun in Konkurrenz zu altbekannten Taxiruf-Zentralen, vor allem aber zu etablierten Apps wie MyTaxi. Zwar traf auch deren Geschäftsmodell auf Kritik der Zentralen, im Vergleich zum bisher in Deutschland verfügbaren Uber Pop Dienst kann sich die Branche damit arrangieren.

Uber erwägt Verfassungsbeschwerde

Bei Uber Pop werden Fahrten mit privaten Fahrern vermittelt. Taxi-Unternehmer und Behörden gingen in mehreren Städten gegen das kalifornische Unternehmen vor, weil sie dadurch den Wettbewerb verzerrt sehen. Mit Erfolg: So entschieden etwa Gerichte in Berlin und Hamburg in Eilverfahren, dass Uber seine App vorerst nicht anbieten darf.

Gleichzeitig mit der Ankündigung des Taxivermittlungs-Starts kündigte Uber Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin an. Gegen die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg erwägt Uber demnach zudem Verfassungsbeschwerde.

Auch in München bekommt der Fahrdienstvermittler laut Zeitungsberichten Probleme. Die Stadtverwaltung geht demnach juristisch gegen Fahrer und Unternehmen vor. Vertreter des Taxigewerbes haben die Verkehrsminister der Bundesländer aufgefordert, sich bei ihrer Konferenz in dieser Woche mit dem Streit zu befassen.

fdi/dpa/Reuters

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1. Ja, ja. Jede Liberalisierung ...
karlsiegfried 29.09.2014
... spart Geld und auch amssenweise Arbeitsplätze. Dhe dazu auch die millionenfachen europäischen Arbeitsplätze die in Europa gestrichen wurden und ersatzlos nach Fernost geggengen sind. Zum Wohle des europäischen Volkes natürlich oder etwa nicht?
2. Ein bißchen naiv
peterbond0815 29.09.2014
Wer glaubt dies sei ein Schritt auf irgend jemanden zu, der glaubt wahrscheinlich auch noch an den Weihnachtsmann. Man stelle sich bitte vor, Uber wäre von Anfang nur mit der Vermittlungsplatform gekommen. Alle hätten sich schlapp gelacht, z.B. auch MyTaxi. So aber hatten erstmal alle die Hosen voll und sind nun froh, zusammen mit Uber weiter ein bißchen Geld zu verdienen. Damit erklärt sich im Nachhinein Ubers doch etwas rustikaler Markteintritt: Der Versuchsballon hatte nach der Bruchlandung seinen Schrecken noch immer nicht verloren.
3. Uberhauptnichtgeil
blödföhn 29.09.2014
Jeden Fahrer zum Subnternehmer zu machen ist schon eine dreiste Geschäftsidee. Die Software kann auch nix besonderes und die Strecken die mit uber zurückgelegt werden fährt man eh besser mit dem Fahrrad. Und es gibt Alternativen die jetzt schon mehr bieten und nicht so aufdringlich sind.
4. Im Text
inovatech 29.09.2014
steht das die Taxi-Betriebe Bedenken haben, da der Uber-Fahrer keine Versicherung hat. Woher wissen die Taxi-Betriebe was ich für eine Versicherung habe ?
5. Darum
bluemetal 29.09.2014
Zitat von inovatechsteht das die Taxi-Betriebe Bedenken haben, da der Uber-Fahrer keine Versicherung hat. Woher wissen die Taxi-Betriebe was ich für eine Versicherung habe ?
Da private Pkw verwendet werden, das Kfz jedoch eindeutig gewerblich genutzt wird ist weder ihr Pkw noch ein Fahrgast, noch Fremdschäden versichert. Vorsicht: Im Falle eines Unfalls bleiben sie auf allen Fremd- und Eigenschäden restlos alleine hocken. Das kann bei einem Personenschaden den völligen Ruin bis an ihr Lebensende bedeuten ! Da sie Personen gewerblich befördern brauchen sie eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung mit entsprechendem medizinischen Test und jährlichem TÜV etc.= Ordnungswidrigkeit Aber es geht noch weiter: Da sie ein Gewerbe betreiben muss dies, wie jedes Gewerbe, ihrer Gemeinde/Stadt gemeldet werden, ansonsten begehen sie eine Ordnungswidrigkeit. Ihre Einnahmen aus dem Gewerbe müssen sie natürlich versteuern, ansonsten Straftat ! etc. etc. Lebensfremd dass auch nur ein Über-Fahrer diese Vorraussetzung erfüllt, und im Zweifel schnell nachprüfbar. Und bevor wieder jemand doof fragt: Bei Mitfahrzentralen bieten sie gelegentlich oder einmalig eine Mitfahrt an, die ihre Unkosten deckt und nicht auf eine fortgesetzte/regelmäßige Gewinnerzielungsabsicht gerichtet ist (=Gewerblich)
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