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Fahrdienst-App: Zwei Uber-Manager in Frankreich festgenommen

Die französische Uber-App: Illegale Aktivitäten vermutet Zur Großansicht
AFP

Die französische Uber-App: Illegale Aktivitäten vermutet

Die Polizei in Paris hat zwei Uber-Manager festgenommen. Die Behörden ermitteln gegen das amerikanische Unternehmen wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung.

Die französische Polizei hat zwei Manager von Uber Frankreich in Gewahrsam genommen. Sie verhörte die beiden Manager am Montag in Paris, wie Justizvertreter und ein Unternehmenssprecher sagten. Die Namen der Festgenommenen wurden nicht veröffentlicht.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte Ende vergangenen Jahres Ermittlungen gegen Uber Frankreich eingeleitet. Nachgegangen wird dem Verdacht der "illegalen Organisation", eines Systems, das Fahrgäste mit Autofahrern in Kontakt bringt. Im Zuge der Ermittlungen wurde im März der Frankreich-Sitz von Uber durchsucht.

Erst vergangene Woche waren Proteste von Taxifahrern gegen den US-Fahrdienstanbieter Uber in Frankreich in Gewalt umgeschlagen. Schon seit Längerem gibt es Streit, insbesondere um die Smartphone-App Uber Pop, die Fahrgäste an private Fahrer vermittelt. Taxifahrer sehen in Uber-Fahrern eine unlautere Konkurrenz.

Ein im vergangenen Herbst verabschiedetes Gesetz verbietet es in Frankreich, Fahrgäste an nicht-professionelle Fahrer zu vermitteln, wie es bei Uber geschieht. In zahlreichen weiteren Ländern gehen Behörden und Justiz gegen Uber vor, unter anderem in Deutschland.

kpa/dpa

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insgesamt 26 Beiträge
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1.
erst nachdenken 29.06.2015
Genau so geht man gegen ausländische Unternehmen vor, wenn diese meinen, dass nationales Recht für sie nicht gilt. Bitte auch gegen Google & Facebook so vorgehen und diesen Leuten ihre internationale Bewegungsfreiheit nehmen, bis sie sich an Recht und Gesetz halten, wie jeder anständige Mensch auch.
2. wer hier Geschäfte machen will...
debreczen 29.06.2015
...soll sich an das hiesige Steuer- und Arbeitsrecht halten. Ich wünschte mir, in Dt. setzte man das ebenso konsequent um. Real kommt sich der Eingeborene oft als Gewerbetreibender zweiter Klasse vor, der nicht die ganzen schicken EU-Steuervermeide-und-Sozialabgabenumgehungsnummern via Werkvertrag und Luxemburgsitz schieben kann.
3. finde ich gut
pevoraal 29.06.2015
und ich weis natürlich das wieder einige die angeblich überteuerten Taxitarife anprangern. Aber einfach mal etwas nachdenken - der Unternehmer zahlt das KFZ, den erhöhten Verschleiss, die Ausrüstung wie Uhr und Schild, hohe Versicherungsprämien, er kann nicht kurzfristig auf höhere Kraftstoffkosten reagieren sonder muss auch das wegstecken. Also ich denke nicht das wir Uber od. wie sie vieleicht heissen werden brauchen. Ach ja, ich vergass, 1x im Jahr TüV und Strassenverkehrsämter die sehr wohl ein Auge auf den Zustand der Fahrzeuge halten
4. Taxis veraltet
eelay 29.06.2015
Ich finde es auch nicht richtig, wie Uber sich verhält. Aber anstatt gleich alles zu verbieten und so ein Monopol schaffen, sollte man lieber mal den Taximarkt reformieren. Verglichen mit den Taxis ist Uber eine Wohltat. Wenn man in Paris ein Taxi ruft, dann stehen da schon mal 15€ auf der Uhr bevor man überhaupt eingestiegen ist. Sie können nämlich eine Gebühr für die Anfahrt verlangen. Das hat zur Auswirkung, dass sich die Taxis in Tiefgaragen verstecken um nicht Gefahr zu laufen auf der Straße angehalten zu werden. Falls man das doch mal macht wird man oft abgelehnt obwohl das illegal ist. Die Taxis sind dreckiger, die Fahrer unfreundlicher, man kann oft nicht mit Karte zahlen und der Service ist auch schlechter (Koffer ins Auto laden, Tür aufhalten,..). Ich kann sie verstehen, dass Uber nicht fair handelt. Aber zum Teil haben sie es sich selbst zuzuschreiben. Jeder ist nur noch genervt von den Streiks und der aggressiven Fahrweise.
5. US Konzerne
limubei 29.06.2015
Zitat von debreczen...soll sich an das hiesige Steuer- und Arbeitsrecht halten. Ich wünschte mir, in Dt. setzte man das ebenso konsequent um. Real kommt sich der Eingeborene oft als Gewerbetreibender zweiter Klasse vor, der nicht die ganzen schicken EU-Steuervermeide-und-Sozialabgabenumgehungsnummern via Werkvertrag und Luxemburgsitz schieben kann.
nutzen gerne auch das State Departement um druck auf andere Regierungen zu machen. Mit TTIP würden die US Konzerne grein Lauf bekommen. Man muss wissen das Frau Merkel und Herr Gabriel TTIP unbedingt wollen. AMAZON hat in D einen Marktanteil bei Hörbüchern von über 90%. Kartellamt? Weit und breit schweigen im Monopoly Walde. Deutsche Gewerbetreibende haben gravierende Nachteile! Aber das ist wohl Bestandteil von Merkels marktkonformer Demokratie.
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