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Umstrittener Fahrdienst: Ermittler durchsuchen Europazentrale von Uber

Ermittlungen gegen Uber in den Niederlanden: Die Europazentrale des Unternehmens wurde durchsucht Zur Großansicht
REUTERS

Ermittlungen gegen Uber in den Niederlanden: Die Europazentrale des Unternehmens wurde durchsucht

In Europa hat Uber keinen leichten Stand: Die niederländische Staatsanwaltschaft hat nun die Büros der Europazentrale in Amsterdam durchsucht. Das Unternehmen soll illegale Taxidienste anbieten.

Die Ermittlungen gegen Uber gehen in die nächste Runde: Die niederländische Staatsanwaltschaft hat nun auch die Europazentrale des Fahrdienstes Uber in Amsterdam durchsucht. Es bestehe der Verdacht, das Unternehmen habe mit seiner umstrittenen App Uber-Pop illegale Taxidienste angeboten, teilten die Ermittler mit. Nutzern sei es durch die App möglich gewesen, auch bei nicht registrierten Taxifahrern mitzufahren.

Bereits letztes Jahr hatte ein niederländisches Gericht geurteilt, dass der Uber-Pop-Dienst illegal ist. Das Start-up erhob Einspruch. Uber hat in den Niederlanden Zehntausende Nutzer.

Uber-Sprecher Gareth Mead sagte jetzt, die Firma werde bei den laufenden Ermittlungen zu Uber-Pop "natürlich weiterhin mit den niederländischen Behörden zusammenarbeiten". Das Unternehmen sei sich jedoch keiner Schuld bewusst und weise die Vorwürfe zurück.

Eine Sprecherin der Ermittlungsbehörden teilte mit, das Unternehmen habe bereits eine Strafe in Höhe von 450.000 Euro erhalten. Auch hier ging es um den Uber-Pop-Dienst. Es bestehe jedoch der Verdacht, das Unternehmen "habe weitergemacht, trotz der Geldstrafe". Es war nicht die erste Durchsuchung in den Büroräumen von Uber in Amsterdam. Diesmal seien jedoch auch Unterlagen beschlagnahmt worden.

Innerhalb von Monaten wollen die Behörden entscheiden, ob gegen das Unternehmen oder gegen Einzelpersonen Anklage erhoben wird.

amt/Reuters/AP

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insgesamt 6 Beiträge
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1. EU-Rechtsprechung
AllesKlar2014 29.09.2015
ist für die meisten amerikanischen Unternehmen vollkommen egal. Die kalkulieren einfach nach der Regel: Wie hoch ist das finanzielle Risiko bei Rechtsverstößen? Also... schnell mal verhängte Bussgelder / Strafen in der Liste mal einsehen...whoops..ich seh ja nicht..Eben deshalb waltet des Internet wie`s lustig ist....
2. 'Uber' *ist* ein illegaler Taxi-Dienst.
jkleinmann 30.09.2015
Kein Gewerbeschein, kein P-Schein...
3. Ich musste schmunzeln
5b- 30.09.2015
"Uber hat in den Niederlanden Zehntausende Nutzer hat."
4. So lange es noch geht
bronck 30.09.2015
Ist TTIP erst mal da, sind solcherlei Ermittlungen faktisch unmöglich, da das Unternehmen sich dann alle Strafen und die Kosten gleich mit bei Geheimgerichten zurückklagen kann.
5.
oidahund 30.09.2015
Zitat von bronckIst TTIP erst mal da, sind solcherlei Ermittlungen faktisch unmöglich, da das Unternehmen sich dann alle Strafen und die Kosten gleich mit bei Geheimgerichten zurückklagen kann.
Woraus speißt sich Ihre Meinung? - Haben Sie Quellen, die das belegen? Mir ist klar, dass man mit TTIP derzeit dank der Geheimnsikrämerei alles begründen kann. Mich würden ehrlich Quellen über Verhandlungsstand, einzelen Passagen etc. interessieren.
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