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Festanstellung: Weitere 160.000 Fahrer dürfen gegen Uber klagen

Bislang übermittelt Uber seine Aufträge an selbstständige Unternehmer. Doch viele von ihnen fordern nun eine Festanstellung. Nach einer Gerichtsentscheidung dürfen sich jetzt weitere Fahrer der Sammelklage anschließen.

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Uber-App: Viele Fahrer beklagen schlechte Bedingungen

Ein US-Richter hat eine Ausweitung der Sammelklage von Fahrern des umstrittenen Fahrdienstanbieters Uber im US-Bundesstaat Kalifornien zugelassen. Richter Edward Chen sagte am Mittwoch, auch jene Fahrer, die einen Vertrag akzeptiert hätten, in dem Schiedsverfahren vereinbart worden seien, könnten sich der Klage anschließen. Schiedsverfahren könnten nicht erzwungen werden. Damit können sich bis zu 160.000 Uber-Fahrer, die seit 2009 im Bundesstaat Kalifornien für Uber gearbeitet haben, der Klage anschließen.

Die klagenden Fahrer wollen durchsetzen, als Angestellte des Unternehmens und nicht als unabhängige Vertragspartner eingestuft zu werden. Als Angestellte würden sie unter die kalifornischen Arbeitsschutzregeln fallen und Anspruch auf Sonderleistungen haben. Sie bemängeln auch, dass Uber sie nicht für Ausgaben im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Fahrdienstanbieter entschädigt oder Trinkgelder von Fahrgästen nicht weitergeleitet habe.

Berufung angekündigt

Vor US-Gerichten sind mehrere Fälle von Betroffenen anhängig, die für Unternehmen der sogenannten "Sharing Economy" arbeiten. Sie werden als unabhängige Vertragspartner betrachtet und bekommen keine Sozialleistungen, weshalb sie um ihre Anerkennung als Mitarbeiter kämpfen.

Uber und ähnliche Unternehmen argumentieren, die Plattformen böten viel mehr Flexibilität als klassische Beschäftigungsverhältnisse. Zudem verdienten die Vertragspartner oft mehr. In einer Mitteilung kündigte Uber an, gegen die jüngste Richterentscheidung Berufung einzulegen. "Fast 90 Prozent der Fahrer sagen, der Hauptgrund, weshalb sie Uber nutzen, sei, dass sie gerne ihr eigener Chef sind." Uber vermittelt über Smartphone-Apps und im Internet Fahrten in verschiedenen Angebots- und Preisklassen.

Für Ärger sorgt vor allem der Dienst UberPop, der sich auf private Gelegenheitsfahrer und deren Autos stützt. Die Taxibranchen in vielen Staaten kritisieren das Geschäftsmodell als unlauteren Wettbewerb. Uber ist nach eigenen Angaben in rund 58 Ländern und 250 Städten vertreten.

mik/AFP

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