Brüssel Taxifahrer halbieren aus Protest gegen Uber ihre Preise

Preiskampf als Protestaktion: In Brüssel haben Taxifahrer ihre Preise drastisch gesenkt. Die Aktion richtet sich gegen den umstrittenen US-Konkurrenten Uber.

Uber-App (Archivbild): Belgische Taxifahrer wehren sich gegen Billiganbieter
AFP

Uber-App (Archivbild): Belgische Taxifahrer wehren sich gegen Billiganbieter


Aus Protest gegen den US-Fahrdienst-Vermittler Uber haben Taxifahrer in Brüssel ihre Preise am Sonntag halbiert. Die Aktion war Medienberichten zufolge der Auftakt zu einer großen Demonstration, die für Mittwoch in der belgischen Hauptstadt geplant ist. Die Kundgebung soll im Europaviertel vor den Gebäuden der EU-Institutionen enden. Dazu werden auch Fahrer aus anderen europäischen Ländern erwartet.

Die Fahrer befürchten wegen der Konkurrenz von Uber einen Preisverfall. Bereits im März hatten Hunderte von ihnen in Brüssel demonstriert und mit ihren Autos ein Verkehrschaos ausgelöst. Uber vermittelt Fahrten über eine Smartphone-App. Der Fahrdienst ist deshalb umstritten und geriet in Konflikte mit dem Taxi-Gewerbe und Aufsichtsbehörden.

Vor allem ist ihnen der Service Uber Pop ein Dorn im Auge, bei dem Privatleute als Fahrer vermittelt werden. Das wird als Verzerrung des Wettbewerbs kritisiert. In Deutschland wurde das Uber-Geschäft durch mehrere Gerichtsentscheidungen stark eingeschränkt. Seit Mai setzt Uber in Deutschland verstärkt auf das Angebot Uber X mit Mietwagen und professionellen Fahrern.

Sammelklage gegen Uber in den USA

In den USA hatte ein kalifornisches Gericht vor zwei Wochen eine Sammelklage von Uber-Fahrern zugelassen. In San Francisco, dem Sitz von Uber, hatten zuvor mehrere Fahrer das Unternehmen verklagt. In dem Rechtsstreit geht es um die Frage, ob die Amateur-Chauffeure von Uber als Angestellte des Unternehmens eingestuft werden oder als Auftragnehmer. Als Angestellte hätten die Fahrer unter anderem Anspruch auf Sozialleistungen, was für Uber und ähnliche Dienste wie Lyft und Handy deutlich höhere Kosten mit sich bringen würde.

Uber kündigte Berufung gegen die Entscheidung von Bundesbezirksrichter Edward Chen an. Das Unternehmen teilte mit, ohnehin könne sich nur ein Bruchteil der 160.000 Uber-Fahrer in Kalifornien einer derartigen Sammelklage anschließen. Eine Vertreterin der Kläger wies dies zurück und sagte, "viele Tausende" Fahrer würden sich beteiligen. Sie sprach von einem "wichtigen Sieg".

Uber sieht sich mit seinem Dienst Uber Pop lediglich als Vermittler von Fahrdiensten und findet die Einstufung der Fahrer als ungebundene Vertragspartner deshalb korrekt. Die Firma behauptet, von der Mehrheit der Fahrer unterstützt zu werden und versuchte, das vor Gericht mit Hunderten Stellungnahmen zu belegen.

Im Video: Das Geschäftsmodell Uber

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mxw/dpa

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Seite 1
singpat 13.09.2015
1. Gute Idee
… ich war gerade vorgestern in Bruessel und Taxifahren ist dort absurd teuer.
LiRaWiWi 13.09.2015
2. Das und noch viel mehr wird auf die Arbeitgeber
zukommen, wenn erst mal CETA/TTIP/TISA verabschiedet ist . Weiterer Druck auf die Löhne und Gschäftsmodelle, bei denen die Beschäftigten Hungerlöhne erhalten und weder Sozialabgaben noch Steuern bezahlt werden SPON berichtete gestern selber über US Zustände : -Die Familie Walmart hat ein Vermögen von 149 Mrd USD , was dem Vermögen der 40% der ärmsten der US Gesellschaft entspricht , 0,1 % haben soviel Vermögen wie 90% der "unteren" US Gesellschaft US Arbeiter verdienen ca. 20% real weniger wie noch in 1975 Das ist die Welt die die EU und all die neoliberalen National-Staaten für die Bürger Europas wünscht Pöbel & Co wehrt euch !
rauolduke 13.09.2015
3.
Aus Konkurenzdruck seine Preise zu senken nennt sich so weit ich weiss Wettbewerb und nicht Protest...
tailspin 13.09.2015
4. Deflation
Pressenkung aus Protest ist ein saftiger Euphemismus. Preisanpassung nach unten aufgrund des Marktdruckes ist wohl eher angezeigt. Das duerfte aver nicht ueberall moeglich sein. In New York City kostete alleine eine Lizenz fuer in gelbes Taxi ohne Auto, Fahrer oder Benzin ueber eine Million $. Ist aber schon abgerutscht uf unter $ 900000, also schon fast preiswert. http://pix11.com/2014/11/30/taxi-medallion-prices-drop-under-pressure-from-uber/
kai kojote 13.09.2015
5.
Taxifahrer und Milchbauern... ich frage mich warum diese Berufsgruppen meinen, sie ständen über allen anderen, die sich dem Wettbewerb anpassen, statt politische Extrawürste zu verlangen.
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