Erstes Quartal Uber macht 708 Millionen Verlust

Der umstrittene Fahrdienstvermittler schreibt tiefrote Zahlen. Trotzdem sieht sich Uber-Chef Travis Kalanick auf dem richtigen Weg. Früher seien die Verluste noch viel größer gewesen.

Uber-Chef Travis Kalanick
REUTERS

Uber-Chef Travis Kalanick


Der Fahrdienstvermittler Uber hat im ersten Quartal einen Verlust von 708 Millionen Dollar gemacht. Aus Sicht des Fahrdienstvermittlers zeigt der Trend damit klar nach oben, denn im Vergleich zum Vorquartal sank das Minus um 283 Millionen Dollar, wie das Unternehmen dem "Wall Street Journal" darlegte. Der Umsatz stieg demnach um 18 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Vergleichswerte für den Vorjahreszeitraum lieferte die Firma nicht. Uber wird von Investoren mittlerweile mit mehr als 70 Milliarden Dollar bewertet, ist aber nicht börsennotiert und muss keine öffentlichen Finanzberichte vorlegen.

Zuletzt geriet das wegen seiner aggressiven Firmenkultur und Wachstumsstrategie umstrittene Unternehmen wegen verschiedener rechtlicher Konflikte und sogar Sexismus-Vorwürfen in die Kritik. Unterdessen kämpft Uber mit einem regelrechten Exodus von Managern. Die Firma ließ das "Wall Street Journal" nun wissen, dass Gautam Gupta, bislang für die Finanzen zuständig, im Juli zu einem anderen Start-up aus San Francisco wechseln werde. Auch der Entwicklungschef und Spezialist für autonome Autos, Anthony Lvandowski musste gehen. Der 37-Jährige steht im Zentrum des Rechtsstreits mit der Google-Schwesterfirma Waymo. Das Unternehmen wirft dem früheren Google-Manager in seiner Klage gegen Uber vor, er habe vor seinem Abgang beim Internetkonzern Tausende vertrauliche Dokumente mitgenommen.

Dem Blatt zufolge hat Uber in diesem Jahr bereits über ein Dutzend Führungskräfte verloren oder gefeuert.

mik/dpa



insgesamt 41 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Pixopax 01.06.2017
1. 70.000.000.000 $ Bewertung?
Bei 3.4 Mill. umsatz wären das also knapp 20 Jahresumsätze, bei hohen Verlusten also vollkommen überbewertet.
susuki 01.06.2017
2.
Uber ist eine Datenbank mit web und app interface ohne jeden Wert, ohne Eigenwertschöpfung mit dem Ziel exorbitant teures wertloses Papier zu verkaufen. (Sogenannte Uber-Wertpapiere wie Uber-Aktien)
conny1969 01.06.2017
3. 70 Milliarden
70 Milliarden bewertet. Von den Investoren. Meinen die damit dasGeld da sie in die Tonne gekloppt haben? Den Börsenwert von diesem substanzlosen Unternehmen können sie ja unmöglich gemeint haben, das wäre ja lächerlich.
jkl21 01.06.2017
4. Grundsätzliche Probleme vieler Startups...
die vielen Menschen die auf dem Weg vom Produkt zum Kunden alle mitverdienen wollen. Daher wird der Gewinn, den Investoren erwarten noch lange auf der Strecke bleiben. Und der Fall Uber wird sich durch das zukünftige autonome Fahren von selbst erledigen.
marc_wond 01.06.2017
5. Hurra...
...was kümmert uns Mindestlohn, soziale Absicherung und überhaupt Arbeitsgesetzgebung. Wir sind ja Teil eines ganz neuen Lebensgefühls - wir gehen nicht mehr einfach ins Hotel - wir schlafen bei Fremden im Bett die unsere Weltfreunde sind. Wir geben nicht mehr einfach nur die Dreckigen Socken zur Wäscherei, wir sind Teil einer globalen community die ein ganz neues Lebensgefühl teilt und von scheinselbstständigen unter mindestlohn arbeitenden "selbstständigen Unternehmern" an der Tür mit dem Wäschesack mit dem Lächeln der globalen Community begrüsst wird. Wir fahren nicht mehr Taxi, Auto oder Bahn, wir "sharen" das natürlich und hey, was gibt es schöneres für den Fahrer als für 3.50 eur / Std sein Lebensgefühl zu teilen? Hey Uber, Air BNB und alle anderer der hippen Comunity. Nehmt ihr mich noch auf? Ich würde auch noch meine Zeit an Euch verschenken, einfach nur um dazu zu gehören - und für Euren Bilion dollar exit.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.