USA Tödlicher Unfall mit selbstfahrendem Uber-Auto

Selbstfahrende Autos sollen den Verkehr sicherer machen - doch immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. Im US-Bundesstaat Arizona hat ein computergesteuertes Uber-Fahrzeug eine Frau erfasst und sie tödlich verletzt.

Selbstfahrendes Uber-Auto in den USA (Archivbild)
REUTERS

Selbstfahrendes Uber-Auto in den USA (Archivbild)


Bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto des Fahrdienstvermittlers Uber ist im US-Bundesstaat Arizona eine Frau ums Leben gekommen.

Wie die Polizei der Stadt Tempe mitteilte, erfasste das Fahrzeug die Frau, als sie die Fahrbahn betrat. Sie erlitt dabei tödliche Verletzungen. Zwar habe ein Fahrer am Steuer gesessen. Das Auto sei aber zum Zeitpunkt des Unfalls autonom gefahren, teilten die Ermittler mit.

Uber unterstütze die Ermittlungen, teilte das Unternehmen mit. Firmenchef Dara Khosrowshahi sprach bei Twitter von "unglaublich traurigen Nachrichten". Uber habe alle Testfahrten mit Roboterwagen eingestellt, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Uber ist eines von mehreren Dutzend Unternehmen, die eigene Systeme für autonom fahrende Autos entwickeln und auf öffentlichen Straßen in den USA testen. Zugleich war das Roboterwagenprogramm des Fahrzeugvermittlers von Anfang an mit Problemen belastet. Gleich am ersten Testtag in San Francisco wurde ein Uber-Wagen dabei gefilmt, wie er über eine rote Ampel fuhr.

Die Sicherheit ist ein Hauptargument der Entwickler selbstfahrender Autos. 90 Prozent der Unfälle im Straßenverkehr gingen demnach auf Fehler von Menschen zurück - der Einsatz von Roboterautos soll die Zahl der Unfälle deshalb senken. Zugleich bereitet sich die Branche aber auch darauf vor, dass es tödliche Unfälle mit selbstfahrenden Wagen geben wird.

stk/dpa/Reuters



insgesamt 149 Beiträge
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niska 19.03.2018
1.
Das Hauptproblem ist wahrscheinlich, dass zu Unfall immer mindestens zwei gehören. Und Fußgänger und Radler, als schwächste, aber zahlenmäßig hoch vertretene Verkehrsteilnehmer, lassen sich schwer fernsteuern. Die bleiben impulsiv und irrational. Autonomes Fahren Auto gegen Auto auf Highways bekommt man sicher schnell in den Griff. Doch in Innestädten mit Fußgängern und Radlern wird immer was passieren. und sei es nur, dass der Radler oder Fußgänger in das abbremsende Auto, das aufgrund von Gegenverkehr nicht anders ausweichen kann, seitlich oder von hinten reinfährt oder -läuft.
keksguru 19.03.2018
2. bitte deutlich mehr Details...
wo bitteschön genau ist das passiert und unter welchen Umständen? Denn Omas oder Kinder, die plötzlich zwischen geparkten Autos über die Straße rennen, werden auch von menschlichen Fahrern überfahren, weil z.B. die Reaktionszeit einfach zu kurz ist. Solcherlei Unfälle wird ein Roboterauto nur mit Transpondertechnik verhindern können - wenn die Kids oder die Oma einen Apparat am Hals getragen hätten, der von einem Notfallassistenzsystem erfaßt werden kann. Kinder rennen manchmal Bällen hinterher, deswegen macht man als Mensch schon beim Ball eine Vollbremsung...
mhuz 19.03.2018
3.
Mit den Autonomen Autos wird es noch ganz schön lustig. Seit einiger Zeit fahr ich ein Auto mit Kennzeichen Erkennung und noch so einigen Besonderheiten. Und ich stelle fest, was da alles so schief laufen kann.
geschneider 19.03.2018
4. Eine der wenigen positiven
Fähgkeiten der US Gesellschaft ist es, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen oder eben die Frau tot ist, einen Preis in Dollar dafür festzulegen. Manchmal wirkt das sogar sinnvoll.
DerRömer 19.03.2018
5. Ist doch logisch
Technikgläubikeit scheint ja jetzt zu einem Problem zu werden. Wenn man hier und auch sonst in Inet liest das die Technik alles besser könne als der Mensch kann man nur sagen: Nein. Jetzt war es nur ein Fahrzeug mit einer fehlerhaften Programmierung. Es reichen ja aber schon die Windows Erfahrungen um zu erkennen das es keine Fehlerlose Technik gibt. Und das müsste der Anspruch sein, gleichgut reicht nicht um jemanden im wahrsten Sinne des Wortes das Lenkrad aus der Hand zu nehmen. So wird das nix mit selbstfahrenden Fahrzeugen.
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