Fahrdienstvermittler Uber Kalanick verkauft Teile seines Aktienpakets

Der Mitgründer und Ex-Chef des Fahrdienstvermittlers Uber Travis Kalanick verkauft Insidern zufolge fast ein Drittel seines Anteils an dem Unternehmen. Mehr wollten die Käufer nicht haben.

Uber-Gründer Travis Kalanick
AP

Uber-Gründer Travis Kalanick


Ex-Uber-Chef Travis Kalanick will Kreisen zufolge einen großen Teil seiner Beteiligung am Fahrdienstvermittler verkaufen. So sollen Anteile im Wert von rund 1,4 Milliarden Dollar an den japanischen Softbank-Konzern und andere Investoren gehen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtete.

Kalanick, der Mitte 2017 auf Druck von Investoren den Uber-Chefposten räumen musste, besitzt rund zehn Prozent an dem umstrittenen Start-up, knapp ein Drittel davon soll nun den Besitzer wechseln. Kalanick soll sogar bereit gewesen sein, einen noch größeren Teil seiner Anteile zu verkaufen. Softbank Chart zeigen habe dies aber abgelehnt. Auch andere Investoren hätten nicht so viele Anteile verkaufen können wie angestrebt.

Der japanische Technologiekonzern Softbank war zuletzt mit großem Rabatt bei Uber eingestiegen, für 15 Prozent blättern die Japaner 7,7 Milliarden Dollar hin. Der Wert von ganz Uber wurde damit auf nur noch knapp 50 Milliarden Dollar angesetzt - nach fast 70 Milliarden Dollar bei früheren Geldspritzen.

Bei Uber hatten sich zahlreiche Skandale ereignet. Die Vorwürfe gegen die wegen ihrer aggressiven Unternehmenskultur ohnehin umstrittene Firma reichen von Sexismus und Diskriminierung über Technologie-Diebstahl bis zu Spionage-Affären. Mitte 2017 musste Kalanick unter dem Druck von Investoren als Firmenchef zurücktreten.

Nach Kalanicks Demission gab es im Verwaltungsrat einen Machtkampf. Der Ende Dezember festgezurrte Großeinstieg von Softbank galt daher auch als Befreiungsschlag, mit dem sich das skandalgeschüttelte Start-up aus dem Schatten des umstrittenen Mitgründers und Ex-Chefs lösen wollte.

mik/dpa-AFX



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