Übernahme von Aldi-PC-Hersteller: Chinesen versprechen Jobs bei Medion

Der Hersteller der Aldi-Computer wird chinesisch: Der neue Boss von Medion verspricht im Interview mit dem manager magazin, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Übernahme sei ein Beispiel dafür, wie Unternehmen aus der Volksrepublik die deutsche Wirtschaft ankurbeln können.

Lenovo-Chef Yang Yuanqing: Will in Deutschland auch Smartphones anbieten Zur Großansicht
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Lenovo-Chef Yang Yuanqing: Will in Deutschland auch Smartphones anbieten

Der chinesische Computerkonzern Lenovo plant, im Zuge der Übernahme des deutschen Traditionskonzerns Medion Arbeitsplätze in Deutschland aufzubauen. "Wir haben eine Beschäftigungsgarantie mit Medion vereinbart und werden hier auch neue Arbeitplätze schaffen", sagte Lenovo-Chef Yang Yuanqing im Interview mit dem manager magazin.

"Genaue Zahlen kann ich zwar noch nicht nennen, aber diese Übernahme wird ein sehr gutes Beispiel dafür sein, wie chinesische Unternehmen einen Beitrag zur deutschen Wirtschaft leisten können", sagte Yang weiter. Auch wolle Lenovo, der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller, die Marke Medion zunächst beibehalten.

Die angekündigte Medion-Übernahme ist mit über 600 Millionen Euro der bisher größte Kauf, den ein chinesischer Konzern in Deutschland tätigen will. Medion, der als Lieferant des Einzelhändlers Aldi bekannt ist, war zuletzt ins Straucheln geraten und hatte Umsatzeinbußen vermeldet. Derzeit arbeite Lenovo zusammen mit Medion an einer neuen Strategie für den deutschen Konzern, sagte Yang weiter.

Der Lenovo-Chef kündigte an, hierzulande demnächst gemeinsam Smartphones verkaufen zu wollen: "Wir wollen in Deutschland neben PC und Tablet-Rechnern jetzt so schnell wie möglich auch günstige Smartphones verkaufen. Wir beraten gerade mit unseren Medion-Kollegen, wie wir am besten dabei vorgehen sollten."

cte

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1.
Pinon_Fijo 24.10.2011
Wenn deutsche Unternehmen doch auch 51% oder mehr Anteile eines chinesischen Unternehmens erwerben könnten... Aber denen gehören ja noch nicht einmal die eigenen Niederlassungen.
2. Obs hilft
Hercules Rockefeller, 24.10.2011
Lenovo ist ja nicht irgendwer, insofern muss man mal abwarten. Medions Problem ist ja deren Preispolitik. Waren Medionprodukte anfänglich sehr günstig und qualitativ hochwertig (im Vergleich), sind sie heutzutage qualitatives Mittelmaß (nicht richtig gut, auch nicht wirklich schlecht, eben gerade so ok) bei zu hohen Preisen. Sieht man gut bei den Fernsehern, die sind für das gebotene einfach immer nen 100er zu teuer. Die Computer sind solide, aber keine Preiskracher mehr. Auf lange Sicht wird Medion wohl verschwinden und für Lenovo fertigen.
3. Und China handelt dabei völlig uneigennützig?
Centurio X 24.10.2011
Zitat von sysopDer Hersteller der Aldi-Computer wird chinesisch: Der neue Boss*von Medion verspricht im Interview mit dem manager magazin, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Übernahme sei ein Beispiel dafür, wie Unternehmen aus der Volksrepublik die deutsche Wirtschaft ankurbeln können. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793737,00.html
China plant langfristig..., und man muß kein Prophet sein, um voraussagen zu können, daß es noch ein böses Erwachen für die Mitarbeiter der von China übernommenen Unternehmen geben wird. Nämlich dann, wenn das jetzt Chinesiche Unternehmen in Deutschland seine Produktionsstätte nach China verlegt!
4. miese Qualität
zephyros 24.10.2011
Medion muss vor allem in Sachen Qualität dringend nachbessern. Ein Bekannter musste letztens einen PC zurückschicken -weil ein Billig-Netzteil verbaut war und der PC hierdurch viel zu laut war. Das können inzwischen kleinere Hersteller zu preislich vergleichbaren Konditionen deutlich besser!
5. reziprozität - die dürfen das bei uns und wir bei denen?
maximixa 24.10.2011
zitat spon: "Auch wolle Lenovo, der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller, die Marke Medion zunächst beibehalten." bin mal gespannt wie lange die marke medion überlebt und ob danach die arbeitsplätze hierzulande auch nur "zunächst" beibehalten wurden... .
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