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Übernahmeschlacht mit VW: Ex-Porsche-Chef Wiedeking droht Anklage

Dem früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking drohen nach der versuchten Übernahme von Volkswagen durch den Sportwagenbauer juristische Konsequenzen. Nach SPIEGEL-Informationen muss der Manager derzeit mit einer Anklage rechnen. Dabei geht es um den Vorwurf der Marktmanipulation.

Manager Wiedeking (l.) und Härter (r.) (2008): Juristische Konsequenzen drohen Zur Großansicht
DPA

Manager Wiedeking (l.) und Härter (r.) (2008): Juristische Konsequenzen drohen

Hamburg - Mit der Übernahme des viel größeren Volkswagen-Konzerns wollte der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking einen Coup landen. Doch der Plan der Sportwagenfirma ging schief. Inzwischen hat Volkswagen Porsche geschluckt. Seit 1. August gehört die Stuttgarter Firma vollständig zu Europas größtem Autokonzern. Und Wiedeking droht ein juristisches Nachspiel zur Übernahmeschlacht.

Die polizeilichen Ermittlungen im Fall der versuchten Übernahme des Autoriesen VW durch Porsche sind nach mehr als drei Jahren abgeschlossen. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft will nach Informationen des SPIEGEL nach derzeitigem Stand Anklage gegen den ehemaligen Porsche Chef Wiedeking und Ex-Finanzchef Holger Härter zumindest wegen Marktmanipulation erheben.

Die beiden ehemaligen Vorstände sollen den Finanzmarkt durch falsche Informationen oder das Verschweigen von Informationen über die Porsche-Pläne beim VW-Einstieg getäuscht haben. Die Ermittler haben den Verteidigern der Manager mitgeteilt, dass sie ihnen die letzten Akten zustellen wollen. Anschließend hätten die Anwälte, die die Vorwürfe zurückweisen, ausreichend Zeit für eine Stellungnahme. Danach will die Staatsanwaltschaft endgültig entscheiden.

Die Ermittlungsverfahren infolge der Übernahmeschlacht hatten auch die Verschmelzung von Volkswagen und Porsche verzögert. Die erste Hälfte der Porsche-Sportwagenfabrikation hatte VW bereits vor Jahren nach dem Sieg im Machtkampf mit Porsche übernommen. Danach war bereits für 2011 eine Verschmelzung der beiden Autobauer geplant, diese kam jedoch erst jetzt zustande.

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1.
janne2109 04.08.2012
wenn- wird es einen Deal geben mit einer Geldstrafe. Was hätten unsere Staatsanwälte in dieser Zeit nicht alles abarbeiten können??? 3 Jahre Kosten auf unsere Kosten.
2. Jaja....
adam68161 04.08.2012
Die Rache des Herrn P. reicht bis ins vierte Glied....Da hätte sich W. doch eher an das Verhalten von H. gehalten. Der hat sich verurteilen und den materiellen Schaden wohl von P. abgelten lassen. Warum sieht eigentlich die "unabhängige" Justiz diesen Spielchen tatenlos zu bzw. macht da noch mit?
3. Nur ein kapitalistisches Spiel
hubertrudnick1 04.08.2012
Zitat von sysopDPADem früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking drohen nach der versuchten Übernahme von Volkswagen durch den Sportwagenbauer juristische Konsequenzen. Nach SPIEGEL-Informationen muss der Manager derzeit mit einer Anklage rechnen. Dabei geht es um den Vorwurf der Marktmanipulation. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,848252,00.html
Ich lache mich kaputt, was soll dieses Schauspiel wohl aufzeigen? Wir wissen es doch, dass ist nur eines der gewöhnlichen Spiele im Kapitalismus, fressen, oder gefressen werden. Und die Porschfamilie zieht dabei die Strippen. Ein zu hochgelobter Manager, den man in Deutschland doch beinahe zum Wirtschaftkönig erkoren hätte, der aber die eigene Gier nach Macht nicht mehr bremsen konnte. Einst hatte man den Herrn Wiedeking ein super ungewöhnliche Gehalt gezahlt und kurz danach wäre Porsche beinahe kabolz geschossen. Was will ein deutsches Gericht damit aufzeigen, will man tatsächlich den Kapitalismus anklagen, oder vielleicht nur etwas vortäuschen? Marktmanipulationen nfinden doch regelmäßig statt, sie sind ein Bestandteil dieses kapitalistischen System. Als ich diesen Artikel las, da habe ich noch mals auf den Kalender geschaut und mir vergewissert, dass heute nicht der erste April sei. Ach und noch was, nun hat VW es umgekehrt gemacht und Porsche geschluckt und es mit einem legalen Taschenspieler Trick so hingedreht, so dass man für dieses Geschäft nicht einmal seine Steuerpflicht nachkommen muss, eine wirklich tolle Sache, nur der Staat macht dabei eine lange Nase, aber das will die Politik ja so haben, dass ist nun mal der freie Kapitalismus. HR
4.
glen13 04.08.2012
Zitat von hubertrudnick1Ich lache mich kaputt, was soll dieses Schauspiel wohl aufzeigen? Wir wissen es doch, dass ist nur eines der gewöhnlichen Spiele im Kapitalismus, fressen, oder gefressen werden. Und die Porschfamilie zieht dabei die Strippen. Ein zu hochgelobter Manager, den man in Deutschland doch beinahe zum Wirtschaftkönig erkoren hätte, der aber die eigene Gier nach Macht nicht mehr bremsen konnte. Einst hatte man den Herrn Wiedeking ein super ungewöhnliche Gehalt gezahlt und kurz danach wäre Porsche beinahe kabolz geschossen. Was will ein deutsches Gericht damit aufzeigen, will man tatsächlich den Kapitalismus anklagen, oder vielleicht nur etwas vortäuschen? Marktmanipulationen nfinden doch regelmäßig statt, sie sind ein Bestandteil dieses kapitalistischen System. Als ich diesen Artikel las, da habe ich noch mals auf den Kalender geschaut und mir vergewissert, dass heute nicht der erste April sei. Ach und noch was, nun hat VW es umgekehrt gemacht und Porsche geschluckt und es mit einem legalen Taschenspieler Trick so hingedreht, so dass man für dieses Geschäft nicht einmal seine Steuerpflicht nachkommen muss, eine wirklich tolle Sache, nur der Staat macht dabei eine lange Nase, aber das will die Politik ja so haben, dass ist nun mal der freie Kapitalismus. HR
Ihren Worten ist nichts mehr hinzuzufügen.
5.
alexbln 04.08.2012
so ein schwachsinn, wiedking war und ist einer der fähigsten manager im land. in seine rzeit hat porsche keine subventionen genommen, wie andere autokonzerne. und den deal porsche übernimmt vw hat wullff seine zeichens MP in hannover gesetzwidrig verhindert. aber so ein mittelmaß wie wullf bekomme 200.000 auf steuerzahlerkosten und wiedeking wird vor gericht gezerrt. von den aktuellen euro-geldverschwendern will ich gar nicht erst anfangen.
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