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Übernahmekampf: Wennemer soll Oberaufseher von Hochtief werden

Rollentausch für Manfred Wennemer: Der einstige Chef von Continental, der sich dort vergeblich gegen eine Übernahme wehrte, könnte laut "Welt" Aufsichtsratschef von Hochtief werden. Er ist angeblich Wunschkandidat des Großaktionärs ACS - der Hochtief übernehmen will.

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Reuters

Manager Wennemer: Es könnte zur Kampfabstimmung kommen

Berlin - Vor knapp drei Jahren verlor Manfred Wennemer eine Übernahmeschlacht. Der damalige Chef des Automobilzulieferers Continental versuchte vergeblich, die Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe zu verhindern. Nach einem offenen Konflikt mit Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg trat Wennemer schließlich zurück.

Nun könnte Wennemer die Rollen tauschen: Laut einem Bericht der "Welt" soll er Aufsichtsratschef beim größten deutschen Baukonzern Hochtief werden. Wennemer, der bereits Mitglied des Aufsichtsrats ist, sei der Wunschkandidat des spanischen Baukonzerns ACS. Dieser ist Großaktionär bei Hochtief und strebt eine Übernahme an.

Wennemer ist laut "Welt" nicht der einzige Kandidat von ACS. Die Spanier wollten auf der Hauptversammlung in sechs Wochen die bisherige Zahl ihrer direkten Aufsichtsratsmandate auf vier verdoppeln. Aus unternehmensnahen Kreisen hieß es laut der Zeitung jedoch, der bisherige Aufsichtsratschef Detlev Brehmkamp wolle am Donnerstag eine eigene Liste veröffentlichen, auf der sich wie bisher nur zwei ACS-Vertreter befinden. Somit könnte es auf der Hauptversammlung zur Kampfabstimmung kommen.

Nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen hält der spanische Großaktionär mittlerweile mehr als 40 Prozent der Hochtief-Anteile. Das Unternehmen hatte angekündigt, noch in der ersten Jahreshälfte die Mehrheit an Hochtief übernehmen zu wollen.

dab/dpa

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