Übernahmeversuch gescheitert NYSE lässt Nasdaq abermals abblitzen

Die Technologiebörse Nasdaq hat keinen Erfolg: Die New Yorker Börse lehnte erneut ein Übernahmeangebot ab - die Offerte habe nichts Neues enthalten und sei zu riskant. Die NYSE bleibt damit ihrem Wunschpartner, der Deutschen Börse, treu.

Händler an der New Yorker Börse NYSE: "Kein überzeugender Mehrwert"
REUTERS

Händler an der New Yorker Börse NYSE: "Kein überzeugender Mehrwert"


New York - Die Absage ist klar und deutlich: Die New York Stock Exchange hat auch das erhöhte Übernahmeangebot der Nasdaq abgelehnt. "Die Offerte war im Großen und Ganzen die gleiche, die wir schon einmal zurückgewiesen haben", sagte NYSE-Verwaltungsratschef Jan-Michiel Hessels am Donnerstag. Die Entscheidung gegen die Nasdaq-Offerte sei einstimmig gefallen.

Damit bekräftigte die NYSE Euronext Chart zeigen erneut ihren Wunsch, mit der Deutschen Börse zu fusionieren. "Wir sind weiterhin der Ansicht, dass der Zusammenschluss mit der Deutschen Börse einen Mehrwert für unsere Anteilseigner schafft", sagte Hessels. Beide Partner wollen sich bis Jahresende zum weltgrößten Finanzhandelsplatz zusammenschließen.

Erst am Dienstag hatte die Nasdaq Stock Market mitgeteilt, sich gemeinsam mit der Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) die nötigen Bankkredite für den Kauf des traditionsreichen Handelsplatzes gesichert zu haben. Zudem versprach das Duo der NYSE eine Entschädigung von 350 Millionen Dollar, sollte die Übernahme letztlich doch nicht klappen. "Dieser Vorschlag bietet keinen überzeugenden Mehrwert, enthält inakzeptable Risiken bei der Ausführung und ist deshalb nicht im besten Interesse der NYSE-Euronext-Aktionäre", sagte Hessels.

Mit ähnlichen Worten hatte der Verwaltungsrat bereits am 10. April den Plan von Nasdaq und ICE abgelehnt. Die Nasdaq war mit dem erneuten Angebot der Deutschen Börse Chart zeigen in die Parade gefahren, die sich nach langem Ringen Mitte Februar auf einen Zusammenschluss mit der NYSE geeinigt hatte. Die Nasdaq verspricht den NYSE-Aktionären ein um 20 Prozent besseres Angebot. Sollte die Übernahme gegen den Willen des Verwaltungsrats klappen, droht der NYSE Euronext mit ihren Standorten in den USA und Europa die Zerschlagung.

Mit NYSE und Nasdaq kämen die zwei größten Aktienmärkte der USA zusammen. Ob die Wettbewerbshüter dies zulassen würden, ist fraglich. Die Prüfung des Zusammenschlusses von Deutscher Börse und NYSE ist bereits angelaufen.

lgr/Reuters/dpa

insgesamt 4 Beiträge
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petermüller2 21.04.2011
1. Der Schwachsinn geht weiter . . .
Kann mir mal jemand erklären wie bei diesem Zusammenschluss ein Kapitalwert von 26 Mrd. EUR zusammen kommt? kann doch nur die BÖRSENSicht sein, also der aktuelle Kurs. Diese Firmen haben keine Werte, sie generieren keine Werte! Es gibt wohl immer noch genug Idi... äh Analysten und Anleger, die einer solchen Konstruktion reale Werte zuschreiben .
stormy123 21.04.2011
2. ...
Zitat von petermüller2Kann mir mal jemand erklären wie bei diesem Zusammenschluss ein Kapitalwert von 26 Mrd. EUR zusammen kommt? kann doch nur die BÖRSENSicht sein, also der aktuelle Kurs. Diese Firmen haben keine Werte, sie generieren keine Werte! Es gibt wohl immer noch genug Idi... äh Analysten und Anleger, die einer solchen Konstruktion reale Werte zuschreiben .
Im Kommunismus sind diese Märkte durchaus überflüssig. (naja, eigtl. alle Märkte) Ansonsten haben Aktienmärkte durchaus ihre Berechtigung (Stichwort: Kapitalerhöhung)
ExpatriatAusHouston 22.04.2011
3. lieber mal nicht kommentieren!
Lieber petermüller2, was mich bei diesen Foren am meissten stört sind dumme, inkompetente Stammtischsprüche wie dir Ihrigen. Wenn Sie nach Bestätigung oder Aufmerksamkeit suchen, schaffen Sie sich einen Hund an, aber reden Sie hier nicht einen solchen Unsinn. Selbstverständlich stellen Börsen Unternehmenswerte, wie jedes andere Unternehmen auch dar. Sie bieten eine Dienstleistung in der Finanzbranche an und stellen dafür Gebühren in Rechnung. Nach Ihrer Logik stellt dann jedes andere Dienstleistungsunternehmen ebenfalls keinen Wert dar. Die Fusion der NYSE-Euronext und Deutschen Börse wird wie so viele andere Fusionen auch Synergien schaffen und damit einen Wettbewerbsvorteil für das fusionierte Unternehmen bewirken. Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit schafft steigende Gewinne, die dann wiederum den Aktionären zugute kommen. Wenn Sie wie die meissten Deutschen keine Aktien halten, dann können Sie das natürlich nicht kapieren. Lieber mal nichts sagen!
petermüller2 25.04.2011
4. Heiße Luft!
Zitat von stormy123Im Kommunismus sind diese Märkte durchaus überflüssig. (naja, eigtl. alle Märkte) Ansonsten haben Aktienmärkte durchaus ihre Berechtigung (Stichwort: Kapitalerhöhung)
DAS habe ich auch nicht abgestritten! Streite ich nicht ganz ab, aber wenn man die Marktkapitalisierung der DB (ca. 10,7 Mrd €) mit Lufthansa (6 Mrd) oder Infineon (8 Mrd) vergleicht sieht man doch eine gewaltige Schieflage, bei der Börswe sehe ich keinerlei echte Vermögenswerte (abgeshen von den Gebäuden, wenn diese überhaupt der Börse gehören) . . . und wird wie so viele anderen Fusionen Arbeitsplätze vernichten. Das ist pure Theorie, siehe u.a. die Beispiele Daimler/Chrysler oder BMW/Rover, zu was die Großsucht in der Praxis führen kann. Wieder die Theorie. Gab es schon einmal eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung irgendeiner solchen Fusion in der Nachschau? NEIN! und das hat seinen Grund! Auch vernichtete Arbeitsplätze sind vernichtete Werte! (auch wenn der Aktionär da anders denkt .. doch, halte ich. Aber ich achte darauf, dass diese Firmen repräsentieren, die auch auf nachhaltigem Erfolg aus sind und nicht nur heiße luft produzieren wie so manch anderes unternehmen (wie die Börse oder so manche Bank). Die Denke, die hinter Ihrem theoretischen geschwafel steht hat uns vor 3 jahren schon mal massiv geschadet!
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