Ferrero Überraschungsei-Erfinder Salice gestorben

Wie verkaufen sich Schokoladeneier, wenn nicht gerade Ostern ist? Sie sollten einfach mit Spielzeug kombiniert werden, befand William Salice vor über vierzig Jahren. Die Idee wurde zum Riesenerfolg.

William Salice
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William Salice


Der Erfinder der Überraschungseier, William Salice, ist tot. Der Italiener starb am Donnerstagabend im Alter von 83 Jahren im norditalienischen Pavia, wie seine Stiftung mitteilte.

Salice kam 1960 zum Süßwarenhersteller Ferrero und wurde zu einem der engsten Mitarbeiter von Firmengründer Michele Ferrero. In den Siebzigerjahren hatte Salice die Idee, Schokoladeneier mit kleinen Figuren oder Spielzeugen in einer gelben Plastikkapsel zu füllen, um die Eier nicht nur zu Ostern, sondern das ganze Jahr über verkaufen zu können.

Für Ferrero wurde die Kinder-Überraschung zum Riesenerfolg: Weltweit wurden bis jetzt Milliarden Überraschungseier verkauft. Salice, der auch an der Entwicklung von weiteren Produkten wie Ferrero Rocher oder Pocket Coffee beteiligt war, sagte stets, dass Ferrero der "Erfinder" der Kinder-Überraschung gewesen sei. Er selbst habe die Idee lediglich "ausgeführt".

Als Salice 2007 in den Ruhestand ging, bekam er von seiner Firma für seine Verdienste einen Bonus in Höhe von 400.000 Euro. Mit dem Geld gründete er eine Stiftung zur Förderung junger Talente.

Das Überraschungsei brachte Ferrero allerdings auch schon Negativschlagzeilen ein: Im Januar 2016 erstickte im südfranzösischen Toulouse ein dreijähriges Mädchen an einem Spielzeug aus einem Überraschungsei. In den USA und Chile ist das Überraschungsei verboten. In den USA gelten strikte Gesetze zu Süßigkeiten, in denen Spielzeug versteckt ist. In Chile sind Kinder seit diesem Sommer per Gesetz vor ungesunder Nahrung geschützt.

msc/AFP



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