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Kiew: Ukraine und Russland einigen sich auf niedrigeren Gaspreis

Gazprom-Zentrale Moskau (Archiv): Ukraine zahlt 248 Dollar je 1000 Kubikmeter Gas Zur Großansicht
REUTERS

Gazprom-Zentrale Moskau (Archiv): Ukraine zahlt 248 Dollar je 1000 Kubikmeter Gas

Neues Abkommen im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine: Die beiden Länder haben sich auf Preis und Lieferung geeinigt - für die kommenden drei Monate.

Die Versorgung der Ukraine mit Gas aus Russland ist für die kommenden drei Monate gesichert. Beide Seiten hätten eine entsprechende Vereinbarung erzielt, teilte das Energieministerium in Kiew mit.

Je 1000 Kubikmeter Gas würden 248 Dollar gezahlt, heißt es in der Mitteilung. Für diesen Preis werde das ukrainische Gasunternehmen Naftogaz die notwendigen Gasmengen beim russischen Lieferanten Gazprom ordern.

Damit zahlt die Ukraine nun einen deutlich niedrigeren Preis als zuvor. In der Einigung im Herbst hatten beide Seiten laut ukrainischen Angaben beschlossen, dass der Preis bis Jahresende 378 Dollar und danach 365 Dollar betragen soll. Zuletzt zahlte die Ukraine laut Nachrichtenagentur Reuters 329 Dollar je 1000 Kubikmeter Gas.

Erst kürzlich war die Vereinbarung für die Versorgung im Winter abgelaufen. Laut dem Energieministerium entsprechen außer dem Preis alle anderen Vereinbarungen dem im Oktober vereinbarten Winterpaket. Angesichts der finanziellen Probleme der Ukraine hatte Russland zuletzt ein Entgegenkommen bei den Gas-Konditionen signalisiert.

Die Ukraine ist bei der Erdgasversorgung stark von Russland abhängig. Im Streit über den Gaspreis und unbeglichene Schulden waren die Lieferungen 2014 für ein halbes Jahr unterbrochen worden. Auch die Bezahlung der Lieferungen an die von prorussischen Rebellen kontrollierten Gebiete in der Ostukraine ist zwischen beiden Seiten umstritten. Erst im Dezember hatte Russland die Lieferungen wieder aufgenommen.

bos/Reuters

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insgesamt 21 Beiträge
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1. nur ein Marktpreis...
fischersfritzchen 02.04.2015
Wenn, wie die russische Seite es laufend beteuert, der Gaspreis nicht politisch motiviert ist und Gazprom ja nun mal ein wirtschaftlich handelndes Unternehmen ist, also sich die Preise "am Markt" finden, ist das doch eine völlig normale Entwicklung. Überall sind zuletzt die Energiepreise gesunken, gefördert wird munter weiter und anscheinend ist (noch) kein anderer Abnehmer in Sicht. Also lieber für 248 USD verkaufen als gar nicht verkaufen. Marktwirtschaft eben ;-)
2. Da verschwindet nicht nur Geld.....
friedenspfeife 02.04.2015
Laut russischer Nachrichten vor ca. 2 Wochen hatte Indien 40 Transportflugzeuge des Militaers zu Inspektionarbeiten in die Ukraine gebracht. Nach Abschluss der "Inspektion" konnten sie leider nur 35 Stueck wieder abholen. Begruendung der Ukraine: 5 Flugzeuge sind zur Zeit nicht auffindbar. Mutmassungen gehen davon aus, das die Flieger nach Afrika verscherbelt wurden. Genau wie vor kurzem die 2 Militaerhubschrauber. Falls Frau M. entscheiden sollte, das deutsche Soldaten in die Ukraine entsandt werden, passt bitte auf, das die auch wieder nachhause kommen und nicht auch "unauffindbar" sind. Von der Ausruestung will ich gar nicht erst reden.
3. Der
matrjoschka 02.04.2015
... staatliche Energiekonzern ist neben einer der wichtigsten russischen Einnahmequellen vor allem ein Instrument politischen Taktierens resp. Herrschens. Wenn Gazprom der Ukraine einen relativ günstigen Gaspreis offeriert, dann stellt dies keine Geste des Entgegenkommens dar. In diesem Fall geht es vorderhand um Einnahmen. An anderer Stelle ist zu lesen, wonach der Gewinn Gazproms um 70 Prozent eingebrochen ist; dass notwendige Investitionen nicht getätigt werden können, weil der Zugang zum Kapitalmarkt blockiert oder erschwert ist, beeinträchtigt das operative Geschäft des Konzerns ebenfalls erheblich. Wirtschaftliche Zwänge bzw. Vernunft und nichts weiter sind es folglich, die den Kreml zum vermeintlichen Entgegenkommen veranlassen. Wenn ich rauf scroll - zu Beitrag 1, dann ....
4. Ich als Inder hätte meine Maschinen zZ. nicht in der Ukraine
Ureinwohner2.0 02.04.2015
Zitat von friedenspfeifeLaut russischer Nachrichten vor ca. 2 Wochen hatte Indien 40 Transportflugzeuge des Militaers zu Inspektionarbeiten in die Ukraine gebracht. Nach Abschluss der "Inspektion" konnten sie leider nur 35 Stueck wieder abholen. Begruendung der Ukraine: 5 Flugzeuge sind zur Zeit nicht auffindbar. Mutmassungen gehen davon aus, das die Flieger nach Afrika verscherbelt wurden. Genau wie vor kurzem die 2 Militaerhubschrauber. Falls Frau M. entscheiden sollte, das deutsche Soldaten in die Ukraine entsandt werden, passt bitte auf, das die auch wieder nachhause kommen und nicht auch "unauffindbar" sind. Von der Ausruestung will ich gar nicht erst reden.
lassen. Da kann mensch gleich seine Technik in Afrika, Südamerikaim Nahen Ost "stehen lassen" und den ukrainischen Oligarchen ein paar Mio. US$ überweisen können. Sind halt seriöse Geschäftspartner die Ukrainis.
5. @fischersfritzchen
jowitt 02.04.2015
Zitat von fischersfritzchenWenn, wie die russische Seite es laufend beteuert, der Gaspreis nicht politisch motiviert ist und Gazprom ja nun mal ein wirtschaftlich handelndes Unternehmen ist, also sich die Preise "am Markt" finden, ist das doch eine völlig normale Entwicklung. Überall sind zuletzt die Energiepreise gesunken, gefördert wird munter weiter und anscheinend ist (noch) kein anderer Abnehmer in Sicht. Also lieber für 248 USD verkaufen als gar nicht verkaufen. Marktwirtschaft eben ;-)
Das hat doch nun wirklich nichts mit Marktwirtschaft zu tun. Russland hat quasi ein Monopol in der Ukraineauf Gas. Die könnten gar nicht einfach kein Gas mehr importieren, da sie davon abhängig sind. Der Gaspreis für Europa liegt übrigens im Schnitt noch darunter.
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Fläche: 603.700 km²
(inklusive der Krim, die seit 2014 von Russland annektiert ist)

Bevölkerung: 45,363 Mio.

Hauptstadt: Kiew

Staatsoberhaupt:
Petro Poroschenko

Regierungschef: Volodymyr Hroisman

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