Investorenumfrage: Deutschland ist attraktivster Immobilienmarkt in Europa

Deutschlands Metropolen boomen: Laut einer Umfrage unter Investoren ist der Immobilienmarkt des Landes der attraktivste in Europa. Gleich vier Städte landen unter den Top Ten.

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Top-Markt München: Die bayerische Metropole kommt europaweit auf Platz zwei

London - Deutschland hat Großbritannien einer Studie zufolge als attraktivster Immobilienmarkt in Europa überholt. Eine Umfrage der Beratungsfirma CBRE Group unter 362 Investoren ergab, dass 35 Prozent der Befragten den deutschen Markt für den reizvollsten halten. Großbritannien kam dagegen nur auf 24 Prozent. Im vergangenen Jahr war die Reihenfolge an der Spitze noch umgekehrt.

Ein Grund für die steigende Attraktivität Deutschlands ist laut CBRE die Beruhigung der Euro-Krise. Die Ängste der Immobilienanleger vor einem Auseinanderbrechen der Währungsunion hätten abgenommen, erläuterte Experte Peter Damesick.

Unter den Städten bleibt London allerdings die Nummer eins. Dahinter kommen München und Berlin, gefolgt von Paris und Warschau. Insgesamt schafften es vier deutsche Städte unter die Top Ten: Hamburg belegt Platz sieben, Frankfurt kommt auf Platz acht.

Auch aus den Krisenländern landeten zwei Städte unter den beliebtesten Investorenzielen: Die irische Hauptstadt Dublin kam auf Platz sechs, Madrid wurde immerhin am neuntbesten bewertet.

In Deutschland zeigt sich der Immobilienboom auch an der steigenden Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen. Sie legte 2012 das dritte Jahr in Folge zu. Laut Statistischem Bundesamt wurden im vergangenen Jahr 239.500 Baugenehmigungen erteilt - 4,8 Prozent mehr als 2011. Als Gründe für den Aufwärtstrend gelten historisch niedrige Bauzinsen und die Furcht vor Inflation infolge der lockeren Geldpolitik der Europäischen Geldpolitik.

stk/Reuters

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1.
Plasmabruzzler 14.03.2013
Hier muss man vom Standpunkt ausgehen: für Investoren ist der Immobilienmarkt in Deutschland attraktiv. Aber auch deswegen, weil Deutschland eine recht geringe Immobilienbesitzer/-eigentumsquote hat (s. Immobilien in Deutschland: Ein Volk von Mietern - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-in-deutschland-ein-volk-von-mietern-a-633636.html) ). Hinzu kommt der extrem flexible Arbeitsmarkt (s. Arbeitsmarkt: Deutsche arbeiten mehr und flexibler - Wirtschafts-News - FOCUS Online - Nachrichten (http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt-deutsche-arbeiten-mehr-und-flexibler_aid_802964.html) ). Da wäre Wohneigentum (da immobil) anzuschaffen nicht zielführend. Die Reallöhne stagnieren seit Jahren (s. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VerdiensteArbeitskosten/RealloehneNettoverdienste/Tabellen/Reallohnindex.html), aber die Immobilienpreise steigen (s. Immobilienpreise in Deutschland explodieren laut IW-Studie - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilienpreise-in-deutschland-explodieren-laut-iw-studie-a-847835.html) ). Das sind ebenso Faktoren, warum in Deutschland sich weniger Menschen eine Immobilie leisten können/wollen. Ergo kaufen Investoren die Immobilien und vermieten diese ans Volk.
2.
mitchomitch 14.03.2013
Mir graust vor dem Gedanken, dass sich ganze Stadtteile in den Händen von Investoren befinden, die dann nach Belieben die Mietzinsschraube immer weiter drehen. Überall sehe ich nur noch Investoren, die wie Wegelagerer die Hände aufhalten. Wo soll das noch hinführen?
3. Eine Immobilienblase
sushiboi 14.03.2013
in des Euros größter Industrienation, das wird lustig anzusehen, zumindest solange man nicht mittendrin sitzt.
4. Stimmt, aber...
sick-and-tired 14.03.2013
Zitat von PlasmabruzzlerHier muss man vom Standpunkt ausgehen: für Investoren ist der Immobilienmarkt in Deutschland attraktiv. Aber auch deswegen, weil Deutschland eine recht geringe Immobilienbesitzer/-eigentumsquote hat (s. Immobilien in Deutschland: Ein Volk von Mietern - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-in-deutschland-ein-volk-von-mietern-a-633636.html) ). Hinzu kommt der extrem flexible Arbeitsmarkt (s. Arbeitsmarkt: Deutsche arbeiten mehr und flexibler - Wirtschafts-News - FOCUS Online - Nachrichten (http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt-deutsche-arbeiten-mehr-und-flexibler_aid_802964.html) ). Da wäre Wohneigentum (da immobil) anzuschaffen nicht zielführend. Die Reallöhne stagnieren seit Jahren (s. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VerdiensteArbeitskosten/RealloehneNettoverdienste/Tabellen/Reallohnindex.html), aber die Immobilienpreise steigen (s. Immobilienpreise in Deutschland explodieren laut IW-Studie - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilienpreise-in-deutschland-explodieren-laut-iw-studie-a-847835.html) ). Das sind ebenso Faktoren, warum in Deutschland sich weniger Menschen eine Immobilie leisten können/wollen. Ergo kaufen Investoren die Immobilien und vermieten diese ans Volk.
...ein Hauptgrund ist, dass der Immobilienmarkt in Dtl. für 10+ Jahre nicht gestiegen war und das geringe Preisniveau nun einfach nach oben korrigieren musste, der Anlass war die Eurokrise. Wollen wir mal sehen, ob die Investoren auch noch in 5 Jahren so stark wie im Moment in Deutschland kaufen wollen.
5. das Volk wird ausgepresst
women_1900 14.03.2013
und wills auch so. Statt ihre Volksvertreter aufzufordern Wohnraum zu schaffen, wird nach gesetzlichen Regelungen gerufen. So kann sich ein Privatmensch gar nicht mehr erlauben Wohnungen zu vermieten, die rechtliche Lage ist undurchsichtig und das Risiko enorm. Alles aber auch alles in unserem Lande läuft darauf hinaus, dass nur noch große Investoren zum Zug kommen. Diese können dann di Regierung schön erpressen und schon haften die Steuerzahler. Fordert endlich Eure "Volksvertreter" auf, die Steuergelder fürs Volk zu verwenden und nicht um Banken und Spekulanten zu retten.
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