Wirtschaft


Betrug mit CO2-Rechten: Deutsche Bank stellt verdächtige Mitarbeiter frei

Umsatzsteuer in Millionenhöhe haben die Händler von Verschmutzungsrechten hinterzogen, Mitarbeiter der Deutschen Bank sollen in den Betrug verwickelt sein. Nun zieht die Bank Konsequenzen: Mehrere Mitarbeiter der Handelsabteilung wurden laut einem Zeitungsbericht von der Arbeit freigestellt.

Handelsraum der Deutschen Bank: Die Affäre kostete schon mehr als 300 Millionen EuroZur Großansicht
Deutsche Bank

Handelsraum der Deutschen Bank: Die Affäre kostete schon mehr als 300 Millionen Euro

Frankfurt - Ihre Schreibtische und Büros mussten sie schon räumen, weitere Konsequenzen sind nicht ausgeschlossen: Die Deutsche Bank hat laut einem Bericht der "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") mehr als fünf Mitarbeiter ihrer Handelsabteilung freigestellt. Hintergrund seien mögliche Betrügereien mit der Umsatzsteuer.

Die Beschäftigten sollen mit einer internationalen Bande kooperiert haben, die den Fiskus beim Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten um Hunderte Millionen Euro geschädigt hat. Über sogenannte Umsatzsteuer-Karusselle kassierten zahlreiche Firmen zu Unrecht Steuer-Erstattungen. Im Zusammenhang mit dem Betrug waren in Ende vergangenen Jahres bereits sechs Männer zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Die Deutsche Bank Chart zeigenäußerte sich nicht zu dem Bericht. Sie verwies aber auf den von den neuen Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain verkündeten Kulturwandel. Nicht alles, was legal ist, sei auch legitim - man wolle keine Geschäfte mehr machen, unter denen der Ruf des Instituts leiden könnte. "Wir meinen es ernst", sagte Jain kürzlich.

Das Institut war durch die Affäre zunehmend unter Druck geraten: Steuer-Rückzahlungen und ein Verzicht auf Steuer-Erstattungen kosteten das Institut bereits 300 Millionen Euro.

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt laut "SZ" mindestens sieben Händler der Großbank, in die Affäre verwickelt zu sein. Einige dieser Händler waren vor einer Razzia der Strafverfolger im April 2010 gewarnt worden. Das Leck bei den Behörden konnte bis heute nicht gefunden werden.

dab/dpa

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insgesamt 1 Beitrag
freeman22 04.10.2012
Es sei einmal dahingestellt, ob das Titelfoto wirklich mit dem Inhalt des Artikels zusammenhängt. Doch fühle ich mich genötigt unabhängig von existierenden mit Betriebsräten ausgehandelten Arbeitsplatzgestaltungen weitere [...]
Zitat von sysopUmsatzsteuer in Millionenhöhe haben die Händler von Verschmutzungsrechten hinterzogen, Mitarbeiter der Deutschen Bank sollen in den Betrug verwickelt sein. Nun zieht die Bank Konsequenzen: Mehrere Mitarbeiter der Handelsabteilung wurden laut einem Zeitungsbericht von der Arbeit freigestellt. Umsatzsteuer-Betrug: Deutsche Bank stellt verdächtige Mitarbeiter frei - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/umsatzsteuer-betrug-deutsche-bank-stellt-verdaechtige-mitarbeiter-frei-a-859383.html)
Es sei einmal dahingestellt, ob das Titelfoto wirklich mit dem Inhalt des Artikels zusammenhängt. Doch fühle ich mich genötigt unabhängig von existierenden mit Betriebsräten ausgehandelten Arbeitsplatzgestaltungen weitere Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten: Die auf dem Bild erkennbaren PC-Bildschirme am Platz eines jeden Mitarbeiters sind ungünstigerweise nebeneinander angeordnet. Besser sollten die Monitore senkrecht übereinander angebracht werden und nicht waagerecht verbleiben. Das brächte mehrere Vorteile: 1. Die Mitarbeiter könnten enger zusammenrücken. 2. Jeder Mitarbeiter bräuchte keinen Bürosessel mehr, eine durchgehende gepolsterte Bank liesse sich so fest installieren, dass Mitarbeiter im selben Gang Rücken an Rücken sitzen und sich so gesundheitlich stützen könnten. 3. Da nach oben augenscheinlich genügend Platz ist, ist der Einsatz von Monitoren nicht mehr auf die Anzahl von drei bis vier beschränkt, sondern nur noch abhängig von der Sehschärfe der Mitarbeiter. Sollte es dabei Schwierigkeiten der Entzifferung geben, könnte der Betroffene aufstehen und sich gefahrlos auf die Bank stellen, seine Kollegen werden ihn stützen können. Ständiges gesundheitsgefährdendes Sitzen könnte durch diese Auflockerung unterbrochen werden. 4. Das mögliche Einsparpotential an Raum könnte dazu verwendet werden, dass dann leerwerdende andere Bürogebäude zu marktüblichen Konditionen oder besser noch zu den Deutsche Bank eigenen Gebühren dem Markt zur Verfügung gestellt werden. 5. Zur Motivation sollte eine Ablichtung dieser Verbesserungen allen Führungskräften, Vorständen und Betriebsräten an eine der vier Wände ihrer Büros geheftet werden, damit sie sich daran erfreuen könnten, endlich einmal zu sehen, wo, wer und wie das Geld verdient wird. Die Ablichtung müsste jedoch so groß sein, dass vom Sessel aus genügend Details erkennbar sind. 6. Zu guter Letzt könnte dieses Modell als Vorschlag dienen und gegen Entgeld an Interessierte veräussert werden. Ich bin mir sicher, auch den Arbeitnehmervertretern aus der Seele gesprochen zu haben und bitte sie diesbezüglich um ihre weitere Unterstützung.
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  • Donnerstag, 04.10.2012 – 08:17 Uhr
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