Von Christian Teevs
Exporteure und Einzelhändler geben sich gelassen. Sie sehen für sich kaum negative Folgen angesichts des lahmgelegten Luftverkehrs. "Fast 98 Prozent der Exportgüter werden nicht per Flugzeug, sondern per Schiff, Bahn und Lkw befördert", sagte Jens Nagel, Geschäftsführer des Exportverbandes BGA. "Nur im Einzelfall kann es zu gravierenden Produktionsausfällen kommen, wenn etwa dringend benötigte Ersatzteile nicht per Luftfracht befördert werden können oder Fachpersonal nicht eingeflogen werden kann."
Auch der Einzelhandel rechnet nicht mit größeren Störungen. "Wir sind glücklicherweise nicht betroffen, weil so gut wie gar nichts per Luftfracht ins Land kommt", sagte der Logistikexperte des Branchenverbandes HDE, Ulrich Binnebößel. Lediglich einige leicht verderbliche Waren wie exotische Früchte und Pflanzen sowie Schnittblumen würden eingeflogen. "Vielleicht fehlt die eine oder andere Kiwi in den Geschäften, aber sonst sehe ich keine Behinderungen", sagte Binnebößel.
Deutlich dramatischer ist das Flugverbot für die Deutsche Post
. Ein Sprecher der Frachttochter DHL bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass es zu Verzögerungen kommen werde. Zwar habe man in Leipzig noch rechtzeitig Fracht in die Luft bekommen, bevor auch dieser für das Unternehmen strategisch wichtige Flughafen geschlossen wurde. Aber viele Lieferungen würden sich trotzdem verspäten. Zu den wirtschaftlichen Folgen könne er noch keine Angaben machen.
Mit Material von Reuters und dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Eyjafjallajökull | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH